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    Ministerium für Naturressourcen hat keine Forderungen gegenüber Juganskneftegas - Erweiterte Fassung

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    MOSKAU, 27. Juni (RIA Nowosti). Das Ministerium für Naturressourcen Russlands hat keine Forderungen gegenüber dem Ölförderer Juganskneftegas in Bezug auf die Einhaltung der Steuergesetzgebung. Das teilte das Ministerium am Montag in Moskau mit. Die Ölvorräte der unter 21 Lizenzen fallenden Felder, über die das frühere Kernstück des angeschlagenen russischen Ölkonzerns Yukos verfügt, belaufen sich nach Schätzung von Experten des Ministeriums auf 1,1 Milliarden Tonnen.

    Anfang Oktober 2004 hatte das Ministerium Juganskneftegas angewiesen, die Verstöße gegen das Steuergesetz binnen drei Monaten zu beseitigen.

    „Die mit der Einhaltung der Steuergesetzgebung zusammenhängenden Fragen liegen in der Kompetenz der Steuerbehörde. Aber in Bezug auf Steueransprüche gegen eine Firma, die Bodenschätze nutzt, handelt das Ministerium anhand der von Steuerfahndern erhaltenen Angaben. Bislang sind keine Anfragen der Steuerbehörde bei unserem Ministerium eingegangen", hieß es.

    Juganskneftegas war aufgrund einer früher eingebrachten Anfrage der Steuerbehörde kontrolliert worden. Der Föderale Steuerdienst hatte dem Ministerium für Naturressourcen vorgeschlagen, Juganskneftegas Förderlizenzen abzuerkennen. Ihre Bitte begründete die Behörde damit, dass Juganskneftegas Schulden bei der Fördersteuer in Höhe von 3,6 Milliarden Rubel (103,8 Millionen Euro) habe.

    Gegenwärtig wird Juganskneftegas von der staatlichen Ölfirma Rosneft kontrolliert. Der Fördermenge nach liegt Rosneft gegenwärtig in Russland nach Lukoil auf Platz zwei.