00:06 17 Oktober 2017
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    Arkadi Wolski kritisiert unzureichende Aktivität französischer Investoren

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    MOSKAU, 28. Juni (RIA Nowosti). Die Investitionsaktivität Frankreichs in Russland entspricht trotz der zunehmenden Dynamik der Zusammenarbeit im Großen und Ganzen nicht ihrem Potential. Diese Auffassung vertrat der Präsident des Russischen Industriellen- und Unternehmerverbandes, Arkadi Wolski, bei einem Treffen zwischen Geschäftsleuten Russlands und Frankreichs am Dienstag in Moskau.

    „Die Investitionsaktivität Frankreichs gegenüber Russland entspricht nach meiner Ansicht noch nicht ihrem recht bedeutenden Potential", sagte Wolski.

    Laut dem Experten entwickelt sich die Zusammenarbeit recht erfolgreich, wovon nicht nur der Umfang des Warenumsatzes, der im ersten Quartal dieses Jahres um 29 Prozent gestiegen sei, sondern auch prinzipielle Änderungen der Verhaltensstrategie des französischen Unternehmertums zeugten. Nach dem Gesamtumfang der Ende 2004 in Russland akkumulierten Investitionen stand Frankreich an fünfter Stelle (mit 4,9 Milliarden US-Dollar Investitionen).

    Wolski bemerkte ferner, dass französische Großgesellschaften, die in den letzten Jahren eine Politik des aktiven und sogar aggressiven Vorstoßes in den Brennstoff- und Energie-, den Luft- und Raumfahrt- sowie in den Agrarkomplex wie auch in die Kraftfahrzeugindustrie, das Eisenhüttenwesen, das Bauwesen und die Kommunal- und Wohnungswirtschaft betrieben haben, unter den ausländischen Unternehmen auf dem russischen Markt besonders erfolgreich sind.

    Wie der Präsident des Verbandes weiter sagte, haben solche Firmen wie „Snecma" und „Airbus", die Motoren und Konstruktionsteile für Flugzeuge entwickeln, auf dem Gebiet der Flugzeugtechnik sowie bei Maschinen und Ausrüstungen eine ernsthafte Position bezogen. Die Unternehmen „Renault" und „Peugeot-Citroen" stellen in Russland Kraftwagen her, die den einheimischen Straßen angepasst sind. Die Gesellschaft „Arcelor" hat gemeinsam mit „Sewerstal" eine Produktion von Stahlblech für die Kraftfahrzeugindustrie aufgenommen. Die Jahresleistung liegt bei 400 000 Tonnen, wobei die Gesamtkosten des Projektes rund 180 Millionen US-Dollar betragen haben.

    Wolski verwies ferner auf die ernsthaften positiven Fortschritte in der russischen Wirtschaft selbst, die vor allem im Ergebnis großangelegter Reformen - strukturmäßiger wie institutioneller - erzielt werden konnten. Im Jahre 2004 hat der Anteil des Privatsektors am BIP 70 Prozent betragen. Laut Wolski kann festgestellt werden, dass besonders akute Probleme im Bereich der Makroökonomie bereits gelöst, die Prozesse in der mittelfristigen Perspektive stabilisiert worden und ihre Dynamik voraussagbar sei.