03:23 23 Januar 2017
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    Dänemark kaufte als erstes Land im Rahmen des Kyoto-Protokolls russische Quoten

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    MOSKAU, 28. Juni (RIA Nowosti). Die Russische Aktiengesellschaft „EES Rossii" hat im Rahmen des Kyoto-Protokolls die ersten Quoten an Dänemark verkauft, verlautete bei der Energieholding.

    Die dänische Agentur für Umweltschutz modernisiert zwei Heizkraftwerke - in der Region Chabarowsk (Ferner Osten) und im Gebiet Orenburg (Südural an der Grenze zu Kasachstan), woraufhin Dänemark die Quoten erhalten wird, die der Reduzierung der Treibhausgasemissionen durch die Modernisierung der beiden Kraftanlagen entsprechen.

    Ein dahingehendes Abkommen mit der dänischen Agentur ist am Dienstag von den Tochtergesellschaften der RAO „EES" - „Orenburgenergo" und „Chabarowskenergo" -unterzeichnet worden.

    Die Investitionen in die Modernisierung des Heizkraftwerkes Amur-1 in der Region Chabarowsk und des Heizkraftwerkes Mednogorsk im Gebiet Orenburg belaufen sich entsprechend auf neun Millionen und 11,071 Millionen Euro.

    Durch die Umsetzung dieses Projektes sollen die Emissionen von Kohlensäuregas im Heizkraftwerk Amur-1 um eine Million Tonnen und im Heizkraftwerk Mednogorsk um 210 000 Tonnen verringert werden.

    In Übereinstimmung mit dem Abkommen werden die Quoten, die sich aus der Umsetzung der Modernisierungsprojekte ergeben, von Russland dem Käufer - der Regierung Dänemarks - übergeben.

    Das Kyoto-Protokoll zur Rahmenkonvention der UNO über Klimaänderungen ist am 16. Feburar 2005 in Kraft getreten.

    Das Dokument war 1997 in Kyoto bei einem internationalen Gipfeltreffen unter der Schirmherrschaft der UNO unterzeichnet worden. Die Teilnehmer des Gipfeltreffens übernahmen die Verpflichtung, bis zum Jahr 2012 die Emissionen von Kohlensäuregas und sonstigen schädlichen Gasen in die Atmosphäre der Erde durchschnittlich um 5,2 Prozent zu reduzieren. Als Ausgangspunkt wurden die Mengen von 1990 genommen.

    Die Stimme Russlands, das einen Anteil von 17,4 Prozent an den Treibhausgasemissionen hat, war beim Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls entscheidend. Das entsprechende Ratifizierungsgesetz wurde am 22. Oktober von der Staatsduma angenommen und am 27. Oktober 2004 vom Föderationsrat gebilligt. Der Präsident Russlands unterschrieb das Gesetz am 5. November 2004.

    Bis zu diesem Zeitpunkt war das Dokument von 124 Staaten ratifiziert worden, deren Gesamtanteil an den Treibhausgasemissionen 44,2 Prozent beträgt. China, Indien und die USA lehnten die Ratifizierung des Dokumentes ab.

    Laut dem Dokument können Länder, deren Umweltverschmutzung unter den festgelegten Normativen liegt, ihre Quoten an Staaten verkaufen, die die Umwelt über die Limite hinaus belasten.