09:36 23 Januar 2017
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    Lukoil an Kooperation mit Gasprom im Rahmen des Sachalin-3-Projektes interessiert

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    MOSKAU, 28. Juni (RIA Nowosti). Der größte russische Ölförderer, Lukoil, ist an einer Kooperation mit dem Gaskonzern Gasprom bei der Verwirklichung des Sachalin-3-Projektes (im Fernen Osten) interessiert. Das teilte Lukoil-Chef Wagit Alekperow am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau mit. „Sachalin-3 ist ein interessantes Projekt, und Gasprom wäre für uns ein idealer Partner", betonte er.

    Zugleich wäre es nach Alekperows Worten verfrüht, von etwas Konkretem zu sprechen, weil die Felder bislang noch nicht ausgeschrieben und die Wettbewerbsbedingungen nicht festgelegt seien.

    Zuvor hatte der stellvertretende Gasprom-Vorstandsvorsitzende Alexander Medwedew eine gemeinsame Teilnahme von Gasprom und Lukoil am Sachalin-3-Projekt nicht ausgeschlossen. „Wenn das Projekt ausgeschrieben und die Wettbewerbsbedingungen für uns annehmbar sein werden, wird Gasprom einsteigen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir dabei mit Lukoil kooperieren werden", sagte Medwedew.

    Lukoil wolle auch an Auktionen zur Erschließung der Felder Trebs und Titow teilnahmen, sagte Alekperow. „Wir sind an diesem Vorhaben interessiert. Wir werden entweder alleine oder mit einem Partner vorgehen."

    Die beiden Felder befinden sich im Autonomen Bezirk der Nenzen und stehen auf der Liste der strategischen Lagerstätten. Deshalb werden zur Erschließung dieser Vorkommen nur Firmen mit einem russischen Kapitalanteil von mindestens 51 Prozent zugelassen.

    Im Trebs-Vorkommen lagern voraussichtlich 78,9 Millionen Tonnen Öl und im Titow-Feld 63,4 Millionen Tonnen Öl.

    Nach Ansicht von Lukoil-Vizepräsident Leonid Fedun macht es die Steuerlast im Moment nicht möglich, Investitionsprojekte zu aktivieren. Der Konzern zahle 55 bis 60 Prozent vom Gesamtgewinn in Form von Steuern an den Staat. Diese Steuerlast stehe der Verwirklichung des Investitionsprogramms von Lukoil im Wege und stelle die Perspektiven der strategischen Entwicklung Russlands in Frage, bemängelte Fedun.

    Bei einer Senkung der Steuerlast könnte Lukoil nach seinen Worten neue Felder im Fernen Osten und in Ostsibirien erschließen. „Russland kann mit einer Stagnation in der Ölindustrie und einer darauf folgenden Rezession konfrontiert werden, wenn die Steuerlast nicht gesenkt wird." Fedun brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Regierung dieses Problem noch in diesem Jahr lösen wird.

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