11:07 22 Januar 2017
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    Lawrow: Russland wird mit Iran auf Grundlage der IAEA-Beschlüsse zusammenarbeiten

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    MOSKAU, 29. Juni (RIA Nowosti). Russland werde seine Zusammenarbeit mit Iran im nuklearen Bereich auf der Grundlage der Beschlüsse der internationalen Atomenergiebehörde IAEA sowie anderer internationaler Organisationen und nicht etwa subjektiver Bewertungen dritter Länder gestalten. Das stellte Russlands Außenminister Sergej Lawrow in seinem Interview für die arabische Zeitschrift „Al Watan Al Arabi" fest. Der Text des Interviews wurde auf der Webseite des Außenministeriums Russlands veröffentlicht. „Die Tatsache, dass die nuklearen Aktivitäten Irans in letzter Zeit zum Objekt einer verschärften Aufmerksamkeit der Völkergemeinschaft geworden ist, setzt unsere Verpflichtungen in Bezug auf die Errichtung eines Atomkraftwerks in diesem Land nicht außer Kraft", betonte Lawrow.

    „Eine Einschätzung der Einhaltung der Verpflichtungen gemäß dem Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen durch Iran darf nur die IAEA als die dazu befugte internationale Behörde geben."

    Der Minister verwies darauf, dass es zwischen Russland und Iran bis auf das AKW in Bushehr keine weiteren Abkommen über sonstige Projekte auf dem Gebiet der Atomenergiewirtschaft gibt. „Dabei gilt die Bedingung: Die Lieferungen der nuklearen Brennstoffe werden nur aus Russland vorgenommen, während die abgebrannten Kernstäbe unbedingt an Russland zurückgegeben werden müssen. Wir prüfen Möglichkeiten für eine Erweiterung des Zusammenwirkens zu den gleichen Bedingungen", so der Minister.

    „Natürlich ist unsere gesamte Zusammenarbeit mit Iran absolut transparent und gestaltet sich in strikter Übereinstimmung mit internationalen Verpflichtungen der Seiten und unter der IAEA-Kontrolle. Deshalb kann die russisch-iranische Zusammenarbeit hinsichtlich der Nichtweiterverbreitung keine Fragen, geschweige denn Vorwürfe hervorrufen."

    „Die Anschuldigungen, wir würden Iran den Weg zur Erlangung von Kernwaffen ebnen, entbehren jeder Grundlage", betonte der Außenamtschef Russlands.

    In seiner Stellungnahme zu den Behauptungen, Iran würde innerhalb der nächsten ein-zwei Jahre eine Atombombe haben, meinte Lawrow, die Frage sei „nicht korrekt gestellt". „Hätten wir von solchen Absichten Irans gewusst, so hätten wir mit ihm keine Zusammenarbeit auf nuklearem Gebiet aufgenommen."

    Der Minister stellte fest, dass die IAEA weiterhin einige Fragen an Iran zu dessen früheren Aktivitäten hat. Zugleich registrierte die Behörde keine Umstellungen der iranischen Aktivitäten im nuklearen Bereich auf andere Ziele, die mit einer friedlichen Nutzung der Atomenergie nichts zu tun hätten.

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