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    RAO EES beantragt Mittel aus dem Stabilisierungsfonds Russlands zum Bau eines Wasserkraftwerkes in Tadschikistan

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    MOSKAU, 29. Juni (RIA Nowosti). Der russische Strommonopolist RAO EES will Gelder aus dem Stabilisierungsfonds Russlands für den Bau des Wasserkraftwerkes Sangtudin in Tadschikistan zur Verfügung gestellt bekommen, erklärte der Chef der Elektroholding, Anatoli Tschubais, am Mittwoch gegenüber Journalisten.

    Der Stabilisierungsfonds wurde am 1. Januar 2005 gebildet. Er absorbiert die Steuereinnahmen aus dem Export von Erdöl, die bei einem Preis von über 20 US-Dollar pro Barrel erzielt werden. Bis Anfang Juni erreichte der Stabilisierungsfonds einen Umfang von 954,5 Milliarden Rubel (28,58 Rubel entsprechen 1 US-Dollar). Ende des Jahres wird er nach Prognosen des russischen Finanzministeriums und des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Handel die Größenordnung von 1,2 Billionen Rubel erreicht haben. Gegen Ende des Jahres 2008 wird sein Volumen auf 2,3 Billionen Rubel veranschlagt.

    „Der Bau des Wasserkraftwerkes in Sangtudin ist ein bedeutendes Vorhaben, welches den Einfluss Russlands in der Region festigt. Wir werden bei der Regierung Mittel für den Bau beantragen", sagte Anatoli Tschubais.

    Er unterstrich, dass RAO EES von der Regierung Unterstützung (in der Frage der Sicherheitsgarantien für die Investitionen) zugesagt bekommen hat.

    Unter Berücksichtigung dessen plant die Energieholding ihm zufolge in der zweiten Jahreshälfte eine erste Ausschreibung für den Bau neuer Kraftwerke.

    Anatoli Tschubais teilte mit, dass gegenwärtig die Regionen auf Defizite in der Energieversorgung untersucht werden, um dem Bedarf entsprechend dort eventuell neue Kraftwerke zu errichten.

    „Vielleicht wird es das Überlandkraftwerk Schtschjokino (im Gebiet Tula im zentraleuropäischen Teil Russlands) sein. Im Gespräch ist auch ein Vorschlag zum Gebiet Swerdlowsk (im Ural)", sagte Anatoli Tschubais.

    Das Vorstandsmitglied von RAO EES, Sergej Dubinin, sagte zu RIA Nowosti, dass demnächst wohl die Unterlagen über die Sicherheitsgarantien für die Investitionen vom Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel für die weitere Bearbeitung beim Justizministerium eingereicht werden.

    Er sprach davon, dass in den Dokumenten Maßnahmen zur Vorbeugung von Defiziten bei der Stromerzeugung festgeschrieben sind.

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