21:39 20 Oktober 2017
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    EBWE wartet auf Gutachten von Ökologen, um über die Weiterfinanzierung des Projektes Sachalin-2 zu entscheiden

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    MOSKAU, 05. Juli (RIA Nowosti). Die EBWE hat einstweilen noch keine Entscheidung über die Weiterfinanzierung des Projekts Sachalin-2 getroffen. Das erklärte Constantinos Demetreou, Oberbankier der EBWE, im Verlauf der internationalen Konferenz "Russlands Schelf: geschäftliche Aspekte der Erschließung der Erdöl- und Gasvorkommen." Dahingehend kommentierte er die Information darüber, dass die EBWE von der Finanzierung der zweiten Etappe des Projektes Sachalin-2 wegen der offenen Frage von dessen Auswirkungen auf die Ökologie der Region Abstand genommen hätte.

    "Die Entscheidung ist noch nicht getroffen worden", sagte Demetriou und bemerkte dabei, dass sie vom Direktorium der Bank anhand der Ergebnisse der ökologischen Begutachtung, die noch nicht fertig ist, getroffen werden soll.

    Er verwies darauf, dass bei der Umsetzung des Projektes eine umfangreiche Arbeit geleistet, insbesondere der Verlauf der Rohrleitung geändert wurde. Es wird die Investierung fortgesetzt und werden Exportverträge für zukünftige Lieferungen abgeschlossen. "Die Gesellschaft löst die ökologischen Fragen und die Finanzorgane bemühen sich um die Einschätzung, wie erheblich der Fortschritt in dieser Frage ist", sagte der Sprecher der EBWE.

    Die wichtigste Frage ist sowohl für die aktiv an der Umsetzung des Projektes beteiligten Unternehmen als auch für die Organe der Staatsmacht Russlands die Minimierung der Auswirkungen der Projekte auf das einzigartige ökologische System von Sachalin wie auch auf die außerordentlich wertvollen Bioressourcen (insbesondere auf die Population der Grauwale in der Bucht Terpenija, Nordsachalin).

    Das Product-Sharing-Abkommen zum Projekt Sachalin-2 wurde am 22. Juni 1994 unterzeichnet und war im Moment der Unterzeichnung in Kraft getreten. Im Namen der Russischen Föderation traten bei dem Abkommen die Regierung des Landes und die Administration des Gebietes Sachalin auf. Der Investor des Projektes ist ein Konsortium ausländischer Gesellschaften mit folgender Verteilung der Anteile: Shell Sakhalin Holding (Tochtergesellschaft der britisch-niederländischen Korporation Shell) - 55 Prozent, Mitsui Sakhalin Development (Tochtergesellschaft der großen japanischen Finanz- und Industriegruppe Mitsui) - 25 Prozent, Diamond Gas Sakhalin - 20 Prozent. Für die Umsetzung des komplexen Erdöl- und Gasprojektes Sachalin-2 hatte das Konsortium 1994 die Gesellschaft Sakhalin Energy gegründet.

    Laut dem Projekt Sachalin-2 ist geplant, zwei Erdöl- und Gasvorkommen - Lunskoje und Piltun-Astochskoje - auf dem nordöstlichen Schelf von Sachalin auszubeuten. Die ausbringbaren Gesamtvorräte der beiden Vorkommen betragen mehr als 204 Millionen Tonnen Erdöl und Kondensat sowie 616 Milliarden Kubikmeter Gas.

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