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    EU möchte mehr Weizen niedriger Qualität aus Russland sehen

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    MOSKAU, 07. Juli (RIA Nowosti). Russland nutzt seine Möglichkeiten für den Weizenexport in die Länder der Europäischen Union nicht in vollem Umfang. Das erklärte ein Diplomat von der Repräsentanz der Europäischen Kommission, des höchsten EU-Vollzugsorgans in Russland, am Donnerstag gegenüber Journalisten.

    "Die Möglichkeiten für den Export von russischem Weizen mittlerer und niedriger Qualität (3. und 4. Sorte) sind sogar unter Berücksichtigung der geltenden Quote recht groß", sagte er.

    Laut dem Diplomaten beträgt die Tarifquote für solchen Weizen rund drei Millionen Tonnen jährlich. Durch eine Sonderzeile sind in diesem Umfang 500 000 Tonnen für die USA reserviert. Die übrigen 2,4 Millionen Tonnen stehen ohne Einschränkungen für die Anträge anderer Länder offen.

    "Im Rahmen der Tarifquote kann Russland im Prinzip bis zu 2,4 Millionen Tonnen Weizen niedriger und mittlerer Qualität exportieren", betonte der Sprecher der Europäischen Kommission.

    Laut seinen Angaben hat Russland 2003 an die EU rund eine Million, 2004 aber nur rund 500 000 Tonnen solchen Weizens geliefert.

    Wie der Diplomat vermerkte, hat sich diese Situation ungeachtet dessen gestaltet, dass solche Großlieferanten wie Polen und Ungarn nun schon zur EU gehören und mit Russland auf dem europäischen Markt nicht mehr konkurrieren.

    Der Sprecher der Europäischen Kommission erinnerte daran, dass der Zollsatz für die Weizenlieferungen in die EU im Rahmen der Quote 12 Euro je Tonne beträgt. Weizen hoher Qualität ist zollfrei. Aber Russland liefert, wie er sagte, traditionell Weizen der 3. und 4. Sorte.

    "Die Gesamtnachfrage nach Weizenimporten in die EU wird auf rund 5,5 Millionen Tonnen geschätzt, was ungefähr 5 Prozent des gesamten Weizenverbrauchs beträgt", sagte der Diplomat.

    Auf die Frage nach der Geltungsdauer der Quote erklärte der Vertreter der Europäischen Kommission: "Die Quote bleibt bestehen, das ist ein Teil der EU-Verpflichtungen gegenüber der WTO, für sie gibt es keine Deadline."

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