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    "Gaseta": Gasprom erhielt Anteile am Projekt Sachalin-2

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    MOSKAU, 08. Juli (RIA Nowosti). Das russische Gasmonopol Gasprom hat am Vortag mit Royal Dutch/Chell einen Austausch des blockierenden Aktienpakets am Projekt Sachalin-2, das der britisch-niederländischen Gesellschaft gehört, gegen einen Anteil am Öl- und Gaskondensatabkommen Sapoljarnoje vereinbart, berichtet die Tageszeitung „Gaseta" am Freitag.

    Damit bekommt Gasprom 25 Prozent an Sachalin-2 (Die Vorräte werden auf eine Milliarde Barrel Öl und 18 Billionen Kubikfuss Gas geschätzt.). Die britisch-holländische Holding wird seine 30-prozentigen Anteile an diesem Projekt behalten und 50 Prozent vom Projekt der Erschließung des Vorkommens Sapoljarnoje in Westsibirien bekommen. So wird mit der Realisierung der Idee begonnen, dergemäß Gasprom ein Potential für Gaslieferungen in die USA und an die Länder des Asiatisch-Pazifischen Raums schaffen soll.

    Vom Ernst der Gasprom-Absichten hinsichtlich der Festigung der Positionen im Fernen Osten zeugt auch die Erklärung, die Viktor Ischajew, Gouverneur der Region Chabarowsk, am Donnerstag abgab. Seinen Worten nach erklärte sich das Gasmonopol bereit, den Anteil der Region am Projekt des Baus der Gaspipeline Sachalin-Chabarowsk abzukaufen. Rund 47 Prozent der Gaspipeline werden Gasprom rund 15 Millionen Dollar kosten. Auf Bitte von Präsident Wladimir Putin wird der Gaskonzern eine der insgesamt sieben Milliarden Dollar, die er für den Verkauf seiner Aktien an die Regierung Russlands bekommen wird, für die Gasversorgung russischer Regionen ausgeben.

    Im Unterschied zu diesem Projekt sind die Sachalin-Vorkommen hinsichtlich des Exports für Gasprom interessant. Neben dem Abkommen mit Royal Dutch/Shell will das Monopol 20 Prozent vom Projekt Sachalin-1 (2,3 Milliarden Barrel Öl und 17 Billionen Kubikfuss Gas) bei Rosneft (das einzige 100-prozentig staatliche und in Bezug auf den Förderumfang - hinter Lukoil - zweitgrößte Ölunternehmen Russlands) abkaufen. Rosneft hat es zwar noch nicht sehr eilig, diese Aktiva zu verkaufen, in nächster Zeit wird aber die Ölfirma nach Mitteln für die Tilgung ihrer Schulden suchen, die mehr als 22 Milliarden Dollar betragen.

    Der Konzern Gasprom hatte bereits mehrmals seine Absicht bekundet, an der Versteigerung einer Gruppe von Vorkommen und der Provinz Sachalin-3 teilzunehmen, die zum nicht aufgeteilten Staatsfonds gehört. Gasprom wird gemeinsam mit der größten russischen Firma Lukoil an der Auktion teilnehmen. Wahrscheinlich werden aber die Russen nicht die einzigen Gasprom-Partner in diesem Projekt sein. Wie Juri Trutnew, Minister für die Nutzung von Naturressourcen, mitteilte, würden die amerikanischen Unternehmen ChevronTexaco und ExxonMobil Präferenzen bei der Versteigerung von Sachalin-3 bekommen.

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