03:25 23 Januar 2017
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    Rosneft noch unentschlossen, ob es Ausländer an der Erschließung von Lagerstätten in Ostsibirien beteiligt

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    KRASNOJARSK, 08. Juli (RIA Nowosti). Eine Entscheidung über eine Beteiligung ausländischer Unternehmen an der Erschließung der Öllagerstätten von Wankor trifft Rosneft nach Abschluss der Erkundungsarbeiten, also etwa im Herbst 2006, äußerte der Chefmanager der russischen Erdölgesellschaft, Sergej Bogdantschikow, am Freitag gegenüber Journalisten.

    „Eine Beteiligung von Ausländern hängt von den wirtschaftlichen Faktoren und den Risiken des Vorhabens ab", erklärte er. Die Erkundungsarbeiten, so ergänzte er, sollen laut Planungen im September - Oktober 2006 beendet werden.

    Das Investitionsvolumen, ursprünglich auf 4,5 Milliarden US-Dollar veranschlagt, dürfte noch korrigiert werden. „Die Höhe der Investitionen kann noch Korrekturen unterliegen. Wir kalkulierten Abweichungen von 15 - 20 Prozent nach Oben und nach Unten", sagte Bogdantschikow.

    Er führte weiter aus, dass nach Abschluss der Erkundungsarbeiten die wesentlichsten Entscheidungen infrastruktureller Art zu treffen sind und dann eine Risikoanalyse bevorsteht.

    Rosneft plant die Aufnahme der Förderung in Wankor im Jahre 2008, wobei eine Fördermenge von 2,5 - 3 Millionen Tonnen eingeplant ist. Sie soll im Jahre 2009 auf ca. 8 Millionen Tonnen und zum Jahre 2011 auf 14 - 15 Millionen Tonnen ansteigen.

    Bogdantschikow teilte mit, dass über den Bau einer Pipeline von dieser Lagerstätte aus im zweiten Halbjahr entschieden wird.

    Momentan wird einer Pipeline in nördliche Richtung bis zum Meereshafen Dikson der Vorzug gegeben, im Delta des Flusses Jenissej an der Mündung in die Karasee im Nördlichen Eismeer gelegen.

    Rosneft will ferner ein Angebot für die Ausschreibung für die Erschließung des Vorkommens Lodotschnoje einreichen.

    „Das Vorkommen ist für uns interessant, weil es an Wankor angrenzt. Wir werden uns an der Ausschreibung beteiligen", sagte er.

    Die Lagerstätte Wankor liegt im Turuchan-Rayon der ostsibirischen Region Krasnojarsk. Die förderbaren Vorräte belaufen sich auf 125,3 Millionen Tonnen Erdöl und 76,8 Milliarden Kubikmeter Gas. Lizenzinhaber für die Erschließung ist das Gemeinschaftsunternehmen Jenissejneft, gegenwärtig zu 59 Prozent im Besitz der Anglo-Siberian-Oil Co., welche ihrerseits fast vollständig Eigentum von Rosneft ist.