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    Bogdantschikow für Anhebung der Kappungsgrenze beim Erdölpreis

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    KRASNOJARSK, 08. Juli (RIA Nowosti). Der Chef der Erdölgesellschaft Rosneft, Sergej Bogdantschikow, meint, die Kappungsgrenze für den Preis des Erdöls, der bei der Bildung des Stabilisierungsfonds Anwendung findet, sollte auf 30 US-Dollar pro Barrel angehoben werden.

    Gegenwärtig liegt die Kappungsgrenze bei 20 US-Dollar. Laut Regierungsbeschluss wird sie am 1. Januar 2006 auf 27 US-Dollar angehoben.

    „Es ist an der Zeit, die Kappungsgrenze auf wenigstens 30 US-Dollar pro Barrel anzuheben", sagte Bogdantschikow in Krasnojarsk auf einer Tagung zur Erschließung der Wankorski-Lagerstätte im Kreis Turuchan, Region Krasnojarsk.

    Er meint, die Regierung selbst würde zu dieser Einsicht gelangen, um die Erdölförderung zu stimulieren.

    Der russische Vize-Premierminister Alexander Schukow hatte kürzlich erklärt, dass es vom wirtschaftlichen Standpunkt aus vernünftig wäre, die Kappungsgrenze auf 18 US-Dollar pro Barrel zu senken. Er vertritt die Ansicht, dass das die Inflation bremsen und den Rubel stärken würde. Die Regierung, so sagte er, hat sich jedoch anders entschieden und die Kappungsgrenze auf 27 US-Dollar pro Barrel festgelegt.

    Von der Kappungsgrenze hängt die Bewegung der Petrodollars ab. Die Erlöse aus dem Verkauf von Erdöl, die über der Kappungsgrenze liegen, gehen an den Stabilisierungsfonds. Die darunter liegenden Erlöse werden im Staatshaushalt verwendet. Eine Absenkung der Kappungsgrenze auf 18 US-Dollar würde also zu einer wesentlich höheren Abführung von Mitteln in den Stabilisierungsfonds führen, der gegenwärtig ungefähr 35 Milliarden US-Dollar umfasst.

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