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    "Wremja Nowostej": Erschließung neuer Ölvorkommen Ostsibiriens beginnt vor 2012

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    MOSKAU, 12. Juli (RIA Nowosti). Eine groß angelegte Erschließung neuer Vorkommen Ostsibiriens mit einem Förderumfang von 30 Millionen Tonnen Öl im Jahr wird noch vor 2012 beginnen. Das wurde Ende vergangener Woche nach einem Besuch des Ministers für Wirtschaftsentwicklung und Handel, German Gref, in die Region Krasnojarsk beschlossen, berichtet die Tageszeitung "Wremja Nowostej" am Dienstag.

    Vor dem Beginn der Förderung müssen rund sieben Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren in die Vorkommen investiert werden.

    Bei seinem Besuch untersuchte Gref die Entwicklungsperspektiven der beiden größten Vorkommen der Region - die Wankor-Gruppe (die Lizenz gehört dem Staatsunternehmen Rosneft) und die Zone Jurubtscheno-Tachomskaja (die Lizenz gehört Yukos) - wo noch nicht gefördert wird. Wie der Minister sagte, wird das Öl aus diesen Vorkommen vorwiegend "über die neue Pipeline "Taischet - Pazifik" geliefert.

    Wie Gref hinzufügte, sollen rund 20 Millionen Tonnen an den chinesischen Markt und zehn Millionen Tonnen per Eisenbahn zur Pazifikküste transportiert werden. Mit der zunehmenden Auslastung der Rohrfernleitung und der Einbeziehung neuer Quellen und Vorkommen Westsibiriens soll eine zweite Baufolge des Pipelinesystems bis zum Stillen Ozean fertig gestellt und die Jahresleistung der Pipeline auf 80 Millionen Tonnen erhöht werden.

    Gegenwärtig hat das Unternehmen Yukos die gesamte Arbeit auf dem Vorkommen Jurubtschenskoje (der am besten erkundete Bereich der Zone Jurubtscheno-Tachomskaja) eingestellt, weil es kein Geld für die Entwicklung des Projekts hat. Eine Kommission des Ministeriums für Naturnutzung wird die Situation mit der Erfüllung des Lizenzabkommens in der 2. Jahreshälfte prüfen. Sollte die Lizenz entzogen werden, wird das Vorkommen Jurubtschenskoje wieder ausgeschrieben bzw. an einen provisorischen Betreiber übergeben, wie das mit dem großen Talakan-Vorkommen geschah, nachdem dieses Yukos weggenommen wurde.

    Die endgültige Variante des Öltransports von der Wankor-Gruppe (die Vorräte werden auf 200 Millionen Tonnen geschätzt) steht vorerst nicht fest. Wie Rosneft-Chef Sergej Bogdantschikow vor kurzem erklärte, wolle sein Unternehmen 2008 mit dem Abbau des Vorkommens beginnen. 2009 sollen dort acht Millionen Tonnen und 2011 14 bis 15 Millionen Tonnen im Jahr gefördert werden. Investitionen in dieses Projekt sollen 4,5 Milliarden Dollar betragen. Das Interesse für dieses Projekt bekundeten die französische Firma Total, das indische Unternehmen ONGC sowie China.

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