07:59 17 Januar 2017
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    "Wedomosti": IFC investierte 1,5 Milliarden Dollar in Russland

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Die russischen Projekte der Internationalen Finanzgesellschaft IFC werden gegenwärtig auf 1,5 Milliarden Dollar geschätzt, berichtet die Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Donnerstag. Während es viele internationale Investoren angesichts des schlechter gewordenen Investitionsklimas nicht wagen, in Russland zu investieren, ist dieses Land für IFC zum Hauptkunden geworden und hat dabei Brasilien und Indien verdrängt.

    "Russland war schon immer ein riskantes Projekt - das ist eben nicht irgendeine Schweiz", sagte Edward Nassim, Direktor des IFC-Amtes Zentral- und Osteuropa, gegenüber der Zeitung. "Wir wären aber auch nicht da gewesen, hätte es keine wirtschaftlichen und politischen Risiken gegeben."

    Die beachtliche Summe der Gesamtinvestitionen der IFC sicherten nicht etwa einige groß angelegte Projekte, sondern zahlreiche mittelgroße Investitionen.

    Die Gesellschaft hat in diesem Jahr nicht vor, das Tempo zu drosseln. Wie Nassim sagte, sollen 600 bis 800 Millionen Dollar investiert werden. Hatte IFC anfangs hauptsächlich ausländischen Unternehmen geholfen, die in Russland aktiv sind, so entfallen heute 75 Prozent der Investitionen auf russische Kunden.

    Bald könnte die Gesellschaft Aktieninhaber eines Unternehmens für Lufttaxis werden. Das Projekt wird von zwei russischen Firmen gestartet. Es wird laut gut informierten Quellen mindestens 400 Millionen Dollar brauchen. Der Taxipark wird aus 200 Flugzeugen des Typs M101 Expedition bestehen, die jeweils für sechs-sieben Insassen bestimmt sind.

    Außerdem soll IFC demnächst die Gewährung eines Kredits von 20 Millionen Dollar an die Gesellschaft Cinema Park billigen, die 12 Multiplexe für mindestens 100 Filmsäle in den größten Städten des Landes baut.

    "IFC investiert nicht in die Sektoren, in denen das Risiko minimal ist, sondern in diejenigen, die das zukünftige Wirtschaftswachstum gewährleisten: Finanzdienstleistungen, Hypothek und Infrastruktur", sagt Kirill Dmitrijew, geschäftsführender Direktor von Delta Private Equity Partners. "Sie entwickeln die Mikrofinanzierung, was für das Kleinunternehmertum kritisch notwendig ist."

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