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    Freie Gaspreise in Russland führen nicht zu unkontrollierter Preissteigerung

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    MOSKAU, 14. Juli (RIA Nowosti). Die Liberalisierung der Gaspreise in Russland wird keineswegs zwangsläufig zu einem unkontrollierten Anstieg führen. Diese Meinung äußerte Wassili Smirnow, Vertreter des russischen Gasmonopolisten "Gasprom" in einer Sitzung des Aufsichtsrates der "Russischen Gasgesellschaft".

    Er meint, dass die Freigabe der Gaspreise lediglich einen Anteil von 0,64 bis 0,7 Prozent am gesamten Inflationsniveau haben wird.

    "Die Erdgaspreise werden in der langfristigen Perspektive niedriger sein, als auf den europäischen Märkten, was für die einheimischen Produzenten Vorteile bringt", sagte Smirnow. Die Liberalisierung der Gaspreise werde nur für Industrieunternehmen gelten. Dagegen schlägt Gasprom vor, dass die Erdgaspreise für sensiblere Sektoren, wie Wohnungs- und Kommunalwirtschaft, Bevölkerung, sowie haushaltsfinanzierte Organisationen, regulierbar bleiben sollten.

    Nach Gasprom-Schätzungen steigt der Preis nach der Liberalisierung des Gasmarktes nicht mehr als um 20 Prozent an, was etwa 2,3 Milliarden US-Dollar oder 0,64% vom gesamten Einzelhandelsumsatz des Konzerns ausmacht.

    Der Gasprom-Vertreter betonte auch, dass zum Jahr 2010 ein "vernünftiges Verhältnis der Preise auf dem Brennstoffmarkt, zum Beispiel zwischen Kohle und Gas", erreicht werden müsse. Beginnen müsse man damit ab 2006, um gegen 2010 ein optimales Verhältnis zu sichern.

    Smirnow berichtet, dass alle für die Liberalisierung erforderlichen Gesetze bereits vorbereitet seien, es bedürfe nur noch eines entsprechenden Regierungsbeschlusses. Er meint auch, dass es vor der Freigabe der Preise zweckmäßig wäre, 5 bis 10 Milliarden Kubikmeter Gas über die Börse zu verkaufen, damit man das Gefühl für die Preise bekäme.

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