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    Russischer Gasgigant Gasprom und japanische Mitsui besprechen Perspektiven des Zusammenwirkens

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    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Beim Arbeitstreffen von Alexander Ananenkow, Vorstandsvorsitzender der Gasprom AG, mit Hiroshi Tada, dem geschäftsführenden Direktor der japanischen Mitsui-Gesellschaft, ging es um die Perspektiven des Zusammenwirkens im Rahmen der Projekte zur Produktion und zum Absatz von Flüssigerdgas. Das teilt der russische Gaskonzern in seiner Pressemitteilung mit.

    Positiv schätzten beide Seiten die Arbeit ein, die bei der Erfüllung des gemeinsamen Aktionsplans für 2005 geleistet wird.

    Außerdem besprachen sie die künftigen Richtungen der Kooperation bei der Umsetzung des Programms zum Aufbau eines einheitlichen Systems der Förderung und des Transports von Gas sowie der Gasversorgung in Ostsibirien und im Fernen Osten, darunter auch bei der Anwendung von Technologien der japanischen Gesellschaft bei der Gründung von Gasverarbeitungsobjekten im Osten Russlands.

    Die Gesellschaft Mitsui wurde 1876 gegründet, sie beschäftigt sich mit dem Kauf und Verkauf, der Verteilung, Verarbeitung und Lagerung aller Arten von Energieträgern sowohl in Japan als auch im Ausland. Sie betreibt außerdem Finanztätigkeit. In der letzten Zeit schenkt die Gesellschaft Energieprojekten besondere Aufmerksamkeit. Sie hat Anteile an zwei Erdöl- und Gasblocks in Westaustralien, ist an vier Flüssigerdgas-Projekten in den Vereinigen Arabischen Emiraten (Abu Dhabi), in Katar, Oman und Westaustralien beteiligt. In diesem Bereich ist Sachalin-2 für Mitsui ein neues umfangreiches Projekt, an dem sie einen Anteil von 25 Prozent hat.

    Die Kooperation von Gasprom und Mitsui begann 1993 und umfasst die Lieferungen von Straßenbautechnik, Rohren und Bohranlagen. Mitsui war auch an der Umsetzung des Projekts "Blauer Strom" (der Bau von Gasleitungen auf dem Boden des Schwarzen Meeres für den Transport von russischem Gas nach der Türkei) beteiligt, für das die Gesellschaft Rohre und Ausrüstungen lieferte und die Finanzierung des Projekts organisierte, erinnerte Gasprom.

    Das Tochterunternehmen von Royal Duch Shell - die Gesellschaft Shell Sakhalin Holdings B.V. - besitzt 55 Prozent der Aktien der internationalen Gesellschaft Sakhalin Energy, dem Betreiber des Projekts Sachalin-2. Andere Teilnehmer an diesem Projekt sind Mitsui Sakhalin Holdings (25 Prozent) und die Tochtergesellschaft von Mitsubishi - Diamond Gas Sakhalin (20 Prozent). Im Rahmen des Projekts werden das Erdölvorkommen Piltun-Astochskoje und das Gasvorkommen Lunskoje auf dem nordwestlichen Schelf von Sachalin ausgebeutet. Ihre Gesamtvorräte an Erdöl betragen rund 150 Millionen Tonnen, an Erdgas - mehr als 500 Milliarden Kubikmeter. Die Jahresproduktion von Flüssigerdgas nach dem Projekt Sachalin-2 wird sich auf 9,6 Millionen Tonnen belaufen.