Radio
    Wirtschaft

    Minister Christenko: Russische Investitionen in den USA sind keine Kapitalabwanderung

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 4 0 0
    MOSKAU, 15. Juli (RIA Nowosti). Die Investitionsaktivitäten russischer Gesellschaften auf den US-Märkten bedeuten keineswegs eine Kapitalabwanderung aus Russland.

    Diese Meinung äußerte Viktor Christenko, Minister für Industrie und Energiewirtschaft der Russischen Föderation, im Gespräch mit dem Botschafter der USA in Russland, Alexander Vershbow, der seine diplomatische Mission in Russland beendet.

    Beim Treffen legte Christenko das Schwergewicht auf Fragen der russisch-amerikanischen Zusammenarbeit im Industriebereich.

    "Ich bin überzeugt, dass das Erscheinen russischer Gesellschaften auf dem amerikanischen Markt, unter dem Gesichtspunkt der zunehmenden Konkurrenzfähigkeit der russischen Wirtschaft gesehen, ein absolut positiver Prozess ist", erklärte Christenko.

    Dabei handele es sich um einen Prozess, mit dessen Hilfe russische Gesellschaften sich auf globalen Märkten auf einer grundsätzlich neuen Ebene positionieren können, betonte er.

    "Das wird unserem Lande zum Nutzen gereichen. Investitionsaktivitäten russischer metallurgischer und Erdölgesellschaften auf amerikanischen Märkten stellen einen legalen und transparenten Prozess dar, der nicht als Kapitalabwanderung zu bewerten ist. Es handelt sich hierbei um den Aufbau wirksamerer Ketten als bisher, die mit der Produktion und dem Absatz von Erzeugnissen der hohen Veredelungsstufen zusammenhängen", sagte Christenko. Ihm zufolge würde Russland ebenso das Erscheinen amerikanischer Produzenten und Investoren auf dem russischen Markt begrüßen.

    Wie der russische Minister betonte, sei es notwendig, dass das Erscheinen von neuen Investoren von der Entwicklung der Technologien begleitet werde.

    "Es kommt darauf an, dass ein Unternehmen die Möglichkeit erhält, auf den bestehenden und perspektivischen Märkten effektiv zu arbeiten. Es kommt darauf an, dass Arbeitsplätze geschaffen werden, das Einkommen der Menschen wächst und sie als Verbraucher freie Wahl haben", betonte Christenko.

    Auf den Kraftfahrzeugbau Russlands eingehend, sagte der Minister für Industrie und Energiewirtschaft, dass die Beschlüsse, die vor kurzem auf der Regierungsebene erörtert worden waren, das Gesicht des russischen Kraftfahrzeugbaus zumindest für ein Jahrzehnt im Voraus bestimmen.

    "Wir haben auf Verbote verzichtet, die sich in der Vergangenheit nicht bewährt hatten. Während wir die bestehenden Spielregeln für den Import von fertigen Kraftfahrzeugen erhalten, erweitern die Motivation für deren Bau in unserem Land", sagte Christenko.

    "Der Kraftfahrzeugmarkt ist, was seinen Umfang betrifft, beeindruckend - nach "Verbrauchergeld" ist er mit dem Markt des inneren Gasverbrauchs vergleichbar. Ich denke, dass die Kennziffer von rund 30 Milliarden US-Dollar jährlich als ein erfolgreicher Orientierungspunkt für voraussichtliche Entwicklung bei weitem nicht fantastisch anmutet", betonte Christenko.