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    Gasprom: Konflikt um das russische Erdgas in ukrainischen Depots ist bereinigt

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Gasprom erwirtschaftet aus dem Verkauf des in den unterirdischen Depots der Ukraine eingelagerten Gases zu Marktpreisen an das russisch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen RosUkrEnergo zusätzliche Erlöse von mehr als 800 Millionen US-Dollar. Diese Zahl nannte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Gasprom und Generaldirektor des Unternehmens Gasexport, Alexander Medwedjew, in seinem Kommentar zu der Vereinbarung, die am Sonntag zwischen Gasprom, Naftogas Ukrainy und RosUkrEnergo erzielt wurde.

    "Der Konflikt um die Menge von 7,8 Milliarden Kubikmeter Gas, die sich in den unterirdischen Depots der Ukraine befanden, ist vollständig beigelegt. Die Seiten erzielten dabei eine gegenseitig vorteilhafte Lösung des Streitfalls", sagte Medwedjew.

    "Wir stellten der Ukraine 2,55 Milliarden Kubikmeter Gas aus den unterirdischen Lagern (als Bezahlung für Transportleistungen) in Rechnung. Das entspricht der Entnahme einer Menge von Erdgas, welche bei Gasprom im Verlauf von zwei Herbst-Winter-Perioden anfällt", so der Gasprom-Manager.

    Außerdem erhöht die Ukraine im Jahre 2006 den Transit russischen Gases über sein Territorium über den Plan hinaus um 8 bis 11,5 Milliarden Kubikmeter.

    "Auf diese Weise kann die Ukraine dank der Verrechnung des Gases (mit der Bezahlung der Leistungen für den Transit über sein Gebiet) das Problem seines Gasdefizits lösen. Die Ukraine ist folglich an einer strikten Einhaltung seiner Verpflichtungen in Bezug auf den zusätzlichen Transit interessiert. Das gibt uns die feste Sicherheit, zusätzlich wesentliche Mittel zu erwirtschaften", so Medwedjew.

    Die erzielten Vereinbarungen schreiben die Verpflichtungen von Naftogas Ukrainy gegenüber RosUkrEnergo zur Bereitstellung des Gases und Strafsanktionen bei Verstößen gegen die Absprachen fest. Das Gas aus den unterirdischen Depots der Ukraine wird von RosUkrEnergo dem europäischen Verbrauchermarkt zur Verfügung gestellt.