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    Gazeta.ru: Japanische Geschäftsleute schätzten Russlands Attraktivität für Investitionen hoch ein

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Japanische Unternehmer betrachten Russland als eine der besonders attraktiven Regionen. Das geht aus einem Bericht der Japanischen Bank für internationale Zusammenarbeit, JBIC, hervor, die von der Regierung kontrolliert wird, berichtet die Internetzeitung Gazeta.ru.

    An einer Jahresstudie über die Stimmungen der japanischen Unternehmer hatten 497 japanische Industriegesellschaften teilgenommen. Sie setzten Russland auf Platz sechs in der Welt - höher als die Länder Westeuropas - hinsichtlich der Attraktivität für Geschäftsaktivitäten in der mittelfristigen (für die nächsten drei Jahre) und in der langfristigen (für die nächsten zehn Jahre) Zukunft. Russland teilt die Plätze fünf und sechs mit den USA.

    Die attraktivsten Faktoren für japanische Unternehmer in Russland waren "das Wachstumspotential des Marktes" sowie die "preisgünstigen Arbeitskräfte" und "menschliche Ressourcen". Als die wichtigsten Risikofaktoren gelten "Instabilität bei der Gewährleistung der Sicherheit und in der sozialen Sphäre", "unzureichende Informationen über das Investitionsklima" und "das unterentwickelte Gerichtssystem".

    Laut Statistik entfällt weniger als ein Prozent des gesamten Warenumsatzes Russlands auf Japan. Der Handelsumfang zwischen Japan und Russland macht ein 44stel vom Umfang des japanischen Handels mit den USA und ein 20stel des Handelsumfangs mit China aus.

    Die Situation mit den politischen Risiken für die ausländischen Investoren in Russland hat sich im letzten Jahr qualitativ verschlechtert, stellt Anton Strutschenewski, Analytiker der Investmentgesellschaft Troika Dialog, fest. Der Zustrom der direkten ausländischen Investitionen in Russland macht weniger als zwei Prozent des BIP aus, während dieser in den Ländern Osteuropas bei fünf bis acht Prozent liegt.

    Die Föderale Steuerbehörde Russlands forderte im Juni vergangenen Jahres von der russischen Tochtergesellschaft des halbstaatlichen Unternehmens Japan Tobacco eine Steuernachzahlung von mehr als 70 Millionen Dollar. Die Gesellschaft bestritt zwar ihre Schuld, die Steuerbehörden rechneten aber immer weitere Nachzahlungssummen an. Selbst das japanische Außenministerium musste sich einmischen: Es wandte sich an die russischen Beamten mit der Bitte, "vernünftige Maßnahmen zu treffen". Der Streit ist allerdings weiter im Gange.

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