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    Gemeinsame Projekte Russlands und Syriens in der Öl- und Gaswirtschaft für 1,5 Milliarden US-Dollar

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Die gemeinsamen Vorhaben, die Russland und Syrien auf dem Gebiet von Erdöl und Gas auf syrischem Territorium in Angriff nehmen, werden auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt, teilte der Kovorsitzende des russisch-syrischen Businessrates, Dmitrij Pumpjanskij, in einer Pause der 4. Tagung des Gremiums in Moskau vor Journalisten mit.

    "Die Liste umfasst Projekte, die wir vor langem vorgeschlagen haben, aber auch teilweise neue im Bereich von Erdöl und Gas. Sie werden auf 1,5 Milliarden Rubel US-Dollar veranschlagt", sagte er.

    Ihm zufolge wollen sich Unternehmen wie Strojtransgas, ITERA, Tatneft und einige andere daran beteiligen.

    Pumpjanskij teilte mit, dass Tatneft bereits mit seinen syrischen Partnern Verträge über die Erkundung und über Konzessionen für die Förderung an zwei Erdöllagerstätten in Syrien unterzeichnet hat. Außerdem beabsichtigen russische Unternehmen den Bau von Reservoirs für die Einlagerung von Mineralrohstoffen, fügte er hinzu.

    Während der Tagung erklärte der Leiter der russischen Industrie- und Handelskammer, Jewgenij Primakow, dass die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen beider Seiten ein zusätzlicher Faktor der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Syrien geworden ist. Vor allem, so meint er, können sich die Unternehmen auf die Unterstützung ihres jeweiligen Staates verlassen.

    Primakow stellte fest, dass bereits in der Vergangenheit ein Vertrag über die Regulierung der syrischen Schulden gegenüber Russland unterschrieben worden ist.

    Wie Primakow gegenüber Journalisten feststellte, wurde vereinbart, einen bedeutenden Teil der Schulden zu streichen und den Rest in konvertierbarer Währung zu tilgen. Nun steht die Frage, wofür dieser Teil der Schulden eingesetzt wird, so der Leiter der Industrie- und Handelskammer.

    "Wir meinen, dass ein bedeutender Teil für den Bau von Betrieben in Syrien verwandt wird", sagte Primakow.

    Auf die Frage von Journalisten, ob der Rat sich für die Lösung des Konflikts im Nahen Osten engagieren wird, sagte Primakow: "Der Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen unterstützt auch den politischen Prozess. Konkret stellt sich der Rat jedoch nicht das Ziel, den Konflikt zu lösen". Er fügte aber hinzu, dass Repräsentanten des Rates alles ihnen mögliche für die Lösung des Konflikts in der Region tun werden.

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