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    Yukos klagt gegen Versteigerung von Yuganskneftegas

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    MOSKAU, 18. Juli (RIA Nowosti). Das Moskauer Schiedsgericht hat die Vorverhandlung der Klage der Ölfirma Yukos auf den 25. Juli verschoben. Der Ölkonzern fordert, die Ergebnisse der Versteigerung von 76,79 Prozent der Anteile an seinem Hauptförderbetrieb Yuganskneftegas für ungültig zu erklären und ihm einen Schadenersatz in Höhe von 324 Milliarden Rubel (ca. 11 Mrd. US-Dollar) auszuzahlen.

    Die Gerichtssitzung wurde vertagt, damit der Beklagte die Möglichkeit hat, in die Dokumente mit der Begründung der Entschädigungshöhe Einsicht zu nehmen.

    In der heutigen Sitzung lehnte das Gericht die Forderung des Klägers ab, ihm zusätzliche Unterlagen über die bestrittene Versteigerung zur Verfügung zu stellen.

    In seiner Klage fordert Yukos, dass die Beklagten gemeinsam für den Schaden in Höhe 324 Milliarden Rubel aufkommen. Als Beklagte treten auf: der russische Fonds für Föderales Vermögen, die Baikalfinancegroup, Rosneft, Gaspromneft, Gasprom und das russische Finanzministerium als Verfügungsberechtigter für die Staatskasse.

    In der Klage verweisen die Anwälte von Yukos darauf, dass die Auktion von "zahlreichen Verletzungen des russischen und des Völkerrechts einschließlich der Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten" begleitet worden sei.

    Der Fonds für Föderales Vermögen soll ihnen zufolge den Startpreis für die Yuganskneftegas-Aktien unrechtmäßig zu niedrig gesetzt und gegen die Ausschreibungs- und Durchführungsregeln der Versteigerung verstoßen haben.

    Am 18. November 2004 hatte das Vollzugsamt das erwähnte Aktienpaket von Yuganskneftegas zur Versteigerung freigegeben, um so die Steuerverschuldung von Yukos einzutreiben.

    Die gesamten Steuerschulden des Ölkonzerns betrugen damals mehr als 20 Milliarden Dollar. Am 19. Dezember 2004 versteigerte der Fonds für Föderales Vermögen die Aktien für 9,35 Milliarden Dollar an die bisher unbekannte Aktiengesellschaft Baikalfinancegroup, die kurz darauf von der staatlichen Ölfirma Rosneft übernommen wurde. Laut Angaben des Justizministeriums betrug die Steuerverschuldung von Yukos per 29. Juni 2005 mehr als zwei Milliarden Dollar.

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