08:51 20 Januar 2017
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    Russische Alpha-Group will mehr als drei Milliarden US-Dollar in Türkei investieren

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    SOTSCHI‚ 18. Juli (RIA Nowosti). Die russische Gesellschaft "Alpha-Group" beabsichtigt, in den Kommunikationsbereich in der Türkei mehr als drei Milliarden US-Dollar zu investieren. Zu ähnlichen Investitionen sind auch weitere russische Unternehmen bereit. Das erklärte Wladimir Putin auf einer Pressekonferenz, die nach Abschluss seines Treffens mit dem Premier der Türkei, Recep Erdogan, stattfand.

    Dem russischen Staatschef zufolge liegen die russischen Investitionen in die Türkei mit rund 200 bis 300 Millionen US-Dollar weit unter den türkischen Investitionen in die russische Wirtschaft in Höhe von rund 1,5 Milliarden US-Dollar.

    "Aber wir sind bereit, diese Tätigkeit wesentlich auszuweiten", sagte Putin.

    Laut dem Staatschef beschränkt sich das Interesse der russischen Investoren nicht auf das Kommunikationssystem allein.

    "Ich weiß, dass einige andere Unternehmen, darunter auch Hüttenunternehmen, sich an Investitionen in die Hüttenindustrie der Türkei beteiligen möchten, es geht dort um Hunderte Millionen Dollar", betonte Putin.

    Der russische Präsident bemerkte ferner, er sehe eine neue Richtung der Zusammenarbeit zwischen Moskau und Ankara im Zusammenwirken in Hochtechnologiebereichen und in der gemeinsamen Investitionstätigkeit.

    Laut Putin sind die russischen Investoren "zu einer viel aktiveren Beteiligung an den Privatisierungsprozessen auf dem Territorium der Türkei bereit".

    Der Premier der Türkei bemerkte dazu, dass sich der Umfang der bilateralen Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern im Handelsbereich in den vergangenen Jahren wesentlich vergrößert habe.

    "Ich bin zuversichtlich, dass dieser Sprung nach vorn, der im Ergebnis des Jahres 2004 gewährleistet wurde, auch in diesem Jahr fortgesetzt wird", sagte der türkische Premier.

    Recep Erdogan dankte dem Präsidenten Russlands für die Unterstützung in Fragen des Exports türkischer Agrarerzeugnisse nach Russland, wodurch das Problem erfolgreich und operativ gelöst worden sei.

    Russland hatte am 30. Mai dieses Jahres die Lieferung aller Erzeugnisarten des Pflanzenbaus aus der Türkei verboten. Diese Maßnahme wurde ergriffen, nachdem in Lieferpartien kalifornischer Thrips festgestellt und Fälle von Verwendung gefälschter phytohygienischer Zertifikate registriert worden waren. Am 27. Juni wurde das Verbot der Einfuhr von Erzeugnissen mit "geringem phytohygienischem Risiko", so von Tee, Nüssen und Tabak, von Russland aufgehoben.

    Laut Putin bildet eine günstige politische Atmosphäre eine Voraussetzung für die Entwicklung der handelspolitischen und ökonomischen Beziehungen und der Investitionstätigkeit.

    "Mehr als zwölf Milliarden US-Dollar sind von türkischen Unternehmen auf dem russischen Baumarkt in Anspruch genommen worden, die Staatskasse der Türkei hat Hunderte Millionen Dollar für die Betreuung russischer Touristen auf ihrem Territorium erhalten", bemerkte Putin.

    "Diese gesamte Tätigkeit erfordert selbstverständlich auch günstige Bedingungen vom Standpunkt der Politik und vom Standpunkt der Gewährleistung der Sicherheit", bemerkte der russische Präsident.

    Laut Erdogan sind Moskau und Ankara übereingekommen, "das Jahr Russlands" in der Türkei und "das Jahr der Türkei" in Russland durchzuführen.

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