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    Gerichtsverhandlung in der Krabben-Affäre auf Kamtschatka auf den 25. Juli vertagt

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    PETROPAWLOWSK-KAMTSCHATSKIJ, 19. Juli (RIA Nowosti). Das Gerichtsverfahren in der größten Krabben-Affäre auf Kamtschatka wurde auf den 25. Juli vertagt. Beschuldigt wird ein gewisser Andrej Koslow der Anstiftung zum illegalen Fang von mehr als 2 000 Tonnen Krabben in der Wirtschaftszone Russlands und ihres Verkaufs in den USA.

    Wie RIA Nowosti von dem Vorsitzenden Richter, Roman Zabadse, erfuhr, erfolgte die Vertagung, weil Koslows Rechtsanwalt nicht zu dem anberaumten Termin erschienen war. Der Verteidiger hält sich momentan in Moskau auf.

    Zabadse sagte, dass die Beweisaufnahme im Fall Koslow am 25. Juli abgeschlossen wird, falls die Seiten keine anderen Anträge stellen. Dann beginnt das Gericht die Anhörung der Seiten.

    Die Klageschrift, in die Koslow mehr als zwei Jahre lang Einsicht nahm, umfasst 120 Aktenordner.

    Nach Angaben der Untersuchungsbehörden fingen die Schiffe des von Koslow geleiteten Unternehmens Marimpex und Tschukotryba im Zeitraum Juli 1998 - Februar 2000 illegal mehr als 2 000 Tonnen Krabben der verschiedensten Sorten. Der illegale Fang wurde in den USA abgesetzt. Durch den Wildfang entstand Russland ein Schaden in Höhe von 30 Millionen US-Dollar.

    Koslow droht eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren. Bis zur Urteilsverkündung wurde er gegen eine Kaution von 1 Millionen US-Dollar auf freien Fuß gesetzt.

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