10:58 18 Januar 2017
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    "Kommersant": Russlands Banken unzufrieden mit der neuen Strategie von American Express

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    MOSKAU, 19. Juli (RIA Nowosti). Die Vneshtorgbank und die Bank Moskwy haben Schreiben an das Zahlungssystem American Express (AmEx) gerichtet, in denen sie ihre Unzufriedenheit mit der neuen AmEx-Arbeitsstrategie in Russland zum Ausdruck brachten, berichtet die Wirtschaftszeitung "Kommersant" am Dienstag.

    In erster Linie passt ihnen die Perspektive nicht, Agenten der Bank "Russki Standart" zu werden, die das Exklusivrecht auf die Emission von AmEx-Karten in Russland bekommen hat.

    Bisher war American Express das einzige Zahlungssystem in Russland, dessen Karten nicht von Banken emittiert, sondern nur unter eigenen Kunden verbreitet wurden. Im April aber kündigte AmEx den Abschluss eines Abkommens mit der Bank "Russki Standart" an. Laut den Abkommensbedingungen wird die Bank "Russki Standart" "den vollständigen Kundenservice für die AmEx-Karteninhaber gewährleisten, einschließlich der Verrechnungen und der Herstellung von Kreditlimits".

    Dabei hieß es bei AmEx, das Zahlungssystem stelle die Verbreitung personeller Karten in ausländischen Devisen im Herbst ein, es werde aber die Inhaber der emittierten Karten weiter betreuen. Andere Banken können ihren Kunden die von der Bank "Russki Standart" emittierten AmEx-Karten auf der Grundlage von Agentenabkommen anbieten, hieß es.

    Den russischen Banken gefiel diese Idee jedoch nicht. Andrej Krasnow, Vizepräsident der Bank Moskwy, erklärte am Montag: "Wir haben ein Schreiben an AmEx gerichtet, in dem wir das Zahlungssystem darauf aufmerksam machten, dass uns eine Zusammenarbeit über die Bank ‚Russki Standart' nicht zufrieden stellt. Wir empfahlen, entweder das bisherige System des Kartenvertriebs zu behalten oder uns mit Vollmachen auszustatten, wie diese ‚Russki Standart' bekommen hat."

    "Sollten wir keine positive Antwort bekommen, werden wir gezwungen sein, unseren VIP-Kunden ähnliche Produkte anderer Zahlungssysteme anzubieten", fügte er hinzu.

    Eine ähnliche Botschaft sandte auch die Vneshtorgbank (Russlands größte Geschäftsbank), die gebeten hat, die Verbreitung der persönlichen AmEx-Devisenkarten fortzusetzen.

    Außerdem bereitet eine Reihe beachtlicher Teilnehmer des Kreditkartenmarktes ähnliche Appelle vor. In einer größeren Bank wurde gegenüber "Kommersant" erklärt: "Wir möchten nicht einer fremden Bank die Führung der Kartenkonten unserer VIP-Kunden anvertrauen, denn niemand wird uns garantieren, dass diese uns nicht abgeworben werden."

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