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    Russisches Unternehmen reduziert Gaslieferungen nach Tiflis um die Hälfte

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    TIFLIS, 19. Juli (RIA Nowosti). Das russische Unternehmen Gasexport (100-prozentige Tochtergesellschaft von Gasprom) reduziert ab dem 20. Juli seine Lieferungen von Erdgas in die georgische Hauptstadt um die Hälfte.

    Die diesbezügliche Entscheidung wurde von der Leitung des Unternehmens getroffen, nachdem sich innerhalb von zwei Monaten 2,68 Millionen US-Dollar Schulden der Aktiengesellschaft Tbilgas angesammelt hatten. Außerdem ist Tbilgas mit der Rückzahlung eines Teils der gestundeten Schuld für Lieferungen in den Jahren 2003 und 2004 (die Gesamtverschuldung für diese Jahre beläuft sich auf 5,7 Millionen US-Dollar) in Verzug geraten.

    Wie bei der Vertretung von Gasexport verlautete, wurden Tbilgas, das Bürgeramt von Tiflis, das ein Kontrollpaket der Tbilgas-Aktien besitzt, und das Ministerium für Energiewirtschaft Georgiens wiederholt auf eine mögliche Reduzierung der Lieferungen hingewiesen.

    "Die Gesamtverschuldung von Tbilgas beläuft sich auf rund zehn Millionen US-Dollar, einschließlich Strafen und Verzugszinsen, was für die Zahlungsunfähigkeit dieser Gesellschaft spricht. Deshalb reduziert Gasexport die Gaslieferungen in die georgische Hauptstadt um die Hälfte", sagte der amtliche Sprecher von Gasexport, Dawid Mortschiladse, vor Journalisten.

    Nach einer Vereinbarung hat Tbilgas noch 60 Tage Zeit für die Deckung der Verschuldung. Anderenfalls werden die Gaslieferungen völlig eingestellt.

    Gasexport liefert zurzeit 400 000 Kubikmeter Erdgas pro Tag nach Tiflis.

    Das größte Problem für den georgischen Auftraggeber sei laut Mortschiladse nicht so sehr die Reduzierung der Lieferungen, sondern vielmehr der Bruch des Vertrages.

    "Wenn die Frage mit der Rückzahlung der Verschuldung nicht geregelt wird, werden die Lieferungen nach dem Vertrag, der zwischen Gasexport und Tbilgas geschlossen wurde, in 60 Tagen eingestellt. Danach würde die Wiederherstellung der Vereinbarungen über die Lieferungen auf der Grundlage neuer Bedingungen von Gasexport möglich sein", so der Sprecher.

    Wie beim Ministerium für Energiewirtschaft Georgiens gegenüber der RIA Nowosti erläutert wurde, "hat Mortschiladse damit wahrscheinlich die Möglichkeit einer Erhöhung des Gaspreises gemeint".

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