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    Gericht gab 14,5 Prozent der Sibneft-Aktien wieder frei

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    MOSKAU, 20. Juli (RIA Nowosti). Ein Moskauer Stadtbezirksgericht hat 14,5 Prozent der Aktien des Ölkonzerns Sibneft freigegeben, die sich in der Bilanz des Ölproduzenten Yukos befanden. Aus unterrichteter Quelle verlautete am Mittwoch in Moskau, dass die zuvor gesperrten Papiere nun den größten Sibneft-Aktionären wieder zur Verfügung stehen.

    Die Aktien waren am 3. November 2004 im Rahmen eines Strafverfahrens gegen die Chefbuchhalterin von Yukos FBZ, Irina Golub, als Sicherheitsmaßnahme gesperrt worden. Die Untersuchung gelangte zu dem Schluss, dass Golub und einige andere Personen 2000/2003 Steuern hinterzogen hatten.

    Die Aktionäre des fünftgrößten russischen Ölkonzerns, Sibneft, und des damals zweitgrößten russischen Ölförderers, Yukos, hatten am 3. Oktober 2003 den Abschluss der Fusion beider Unternehmen bekannt gegeben. Speziell für diesen Zusammenschluss emittierte Yukos Zusatzaktien, die zum Teil gegen 57,5 Prozent der Sibneft-Papiere umgetauscht wurden. Die oben genannten 14,5 Prozent der Sibneft-Aktien erwarb Yukos im Austausch gegen 8,8 Prozent seiner Werte und die restlichen 20 Prozent der Sibneft-Anteile für drei Milliarden Dollar. Nach der Transaktion besaß Yukos 92 Prozent der Sibneft-Aktien und Sibneft 26,01 Prozent der Yukos-Papiere. Später gaben die Sibneft-Aktionäre ihren Ausstieg aus dem Fusionsgeschäft bekannt.

    Im März 2004 befand ein Moskauer Schiedsgericht die Zusatzemission der Yukos-Aktien für gesetzwidrig, mit denen für 57,5 Prozent der Sibneft-Werte verrechnet wurde. Dieses Aktienpaket wurde den Sibneft-Aktionären zurückerstattet.

    Im Juni dieses Jahres hatte ein Schiedsgericht des Autonomen Bezirks der Tschuktschen gegenüber Yukos angeordnet, 14,5 Prozent der Aktien von Sibneft dessen Aktionären zurückzugeben und 8,8 Prozent seiner Papiere zurückzunehmen. Nach der Freigabe des gesperrten Paketes kontrollieren die Sibneft-Aktionäre insgsesamt 72 Prozent der Anteile an ihrem Unternehmen.

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