19:07 18 Januar 2017
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    Privatisierung des ukrainischen Metallurgiekombinats Kriworoschstal für ungültig erklärt

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    KIEW, 20. Juli (RIA Nowosti). Ein Berufungsgericht der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat die Privatisierung von Kriworoschstal, des größten Metallurgiebetriebes des Landes, für ungültig erklärt. Das Unternehmen kontrolliert 20 Prozent des ukrainischen Stahlmarktes und hat Kapazitäten für die Produktion von mehr als sechs Millionen Tonnen Walzgut, knapp sieben Millionen Tonnen Stahl und 7,8 Millionen Tonnen Roheisen im Jahr.

    Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko und Ministerpräsidentin Julia Timoschenko hatten zuvor erklärt, das Kombinat Kriworoschstal sei gesetzwidrig zu einem niedrigen Preis verkauft worden.

    Am 21. April dieses Jahres hatte ein Kiewer Stadtbezirksgericht den Kauf von Kriworoschstal durch die Investitions- und Metallurgieunion für rechtmäßig befunden und somit den eigenen Beschluss vom 17. Februar außer Kraft gesetzt, nach dem 93,02 Prozent der Betriebsaktien gesetzwidrig übereignet worden waren.

    Am 22. April hatte ein Kiewer Wirtschaftsgericht den Verkauf der Papiere des Kombinats durch den Fonds für staatliche Vermögenswerte der Ukraine für nicht rechtmäßig befunden. Klagen gegen den Fonds und die Union wurden vom ukrainischen Kabinett und dem Konsortium "Industriegruppe" eingereicht.

    Der Verkauf des Kriworoschstal-Aktienpakets zu einem Einstiegspreis von umgerechnet 715 Millionen US-Dollar war am 12. Mai vergangenen Jahres ausgeschrieben worden. Für 93,02 Prozent der Aktien zahlte der Sieger des Wettbewerbs, die Investitions- und Metallurgieunion, knapp 800 Millionen Dollar.

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