09:01 18 Januar 2017
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    Litauens Konservative wollen neues Kernkraftwerk bauen

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    VILNIUS, 22. Juli (RIA Nowosti). Litauens Konservative rufen zum Bau eines neuen Atomkraftwerks in dieser Ostseerepublik auf.

    In einer Erklärung der oppositionellen Konservativen Partei Tevine Sajunga wird die Notwendigkeit einer neuen Energiestrategie Litauens betont.

    Nach Ansicht der Konservativen wäre es für Litauen zweckmäßig, ein neues Atomkraftwerk gemeinsam mit Lettland und Estland zu bauen. Der Bau eines neuen AKW wird auf 1,3 bis 1,45 Milliarden Euro geschätzt.

    Nach Ansicht der Konservativen wird Litauens Energiewirtschaft vollständig von russischen Erdgaslieferungen abhängig sein, sobald das Atomkraftwerk Ignalina vollständig abgeschaltet wird.

    Vaclovas Miskinis, Abteilungsleiter des Litauischen Energiewirtschaftsinstituts, erklärte in einem Seminar zum Thema "Internationale Sicherheit und Sicherheit der Lieferung von Energieressourcen: Beispiel Litauen", dass der Bau eines Reaktorblocks von 1250 Megawatt Litauen 927 Millionen Euro kosten würde.

    Zugleich würde eine Verlängerung der Arbeit des zweiten Reaktorblocks des AKW Ignalina, der heute im Einsatz ist, bis zum Jahr 2017 einen Gewinn in Höhe von 440 Millionen Euro bringen.

    Entsprechend den Bedingungen des Vertrags über Litauens EU-Beitritt war der erste Reaktorblock des AKW Ignalina am 31. Dezember abgeschaltet worden. Mit dem zweiten Reaktorblock soll Ende 2009 das gleiche passieren.

    Zuvor hatten internationale Experten festgestellt, dass Litauen auch in Zukunft das AKW Ignalina betreiben könnte, dessen Schließung vom Westen durchgesetzt wurde. Der erste, 1983 in Betrieb genommene Reaktorblock hätte nach ihrer Ansicht bis 2028 und der zweite bis 2032 arbeiten können.

    Laut Expertenschätzungen wird sich der Anteil der in Litauen mit Hilfe von Erdgas erzeugten Stromenergie von 17 Prozent 2005 auf 23 Prozent 2010 und 73 Prozent im Jahre 2035 vergrößern.

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