13:56 17 Januar 2017
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    Autobahn Moskau - Sankt Petersburg kann mit chinesischer Beteiligung gebaut werden

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    PEKING, 26. Juli (RIA Nowosti). China ist an einer Investitionsbeteiligung am Bau der Autobahn Moskau - Sankt Petersburg interessiert. Das teilte der Vorsitzende des Staatskomitees der VR China für Entwicklung und Reformen, Ma Kai, am Freitag bei einem Treffen mit dem Verkehrsminister Russlands, Igor Lewitin, mit.

    Lewitin leitete die russische Delegation bei der Sitzung der Unterkommission für Zusammenarbeit im Verkehrsbereich der russisch-chinesischen Regierungskommission am Vortag.

    Laut Ma Kai betrachtet China Investitionen in die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur Russlands als eine der vorrangigen Richtungen des Zusammenwirkens beider Länder. Neben der Beteiligung am Bau der Autobahn zwischen den beiden größten Städten Russlands (die Entfernung zwischen Moskau und Sankt Petersburg beträgt rund 650 Kilometer) hat die chinesische Seite Interesse am Bau eines Container-Umschlagplatzes in der jenseits des Polarkreises gelegenen Stadt Murmansk - des größten eisfreien Hafens an der Barentssee - gezeigt.

    Der Chef des chinesischen Staatskomitees bemerkte, dass China nicht nur in den Bau der Autobahn investieren, sondern auch zu einem Aktionär dieses Projektes werden könnte.

    Die Baukosten für die gebührenpflichtige Autobahn Moskau - Sankt Petersburg werden schätzungsweise 150 bis 180 Milliarden Rubel (mehr als sechs Milliarden US-Dollar) betragen. Ma Kai teilte mit, dass sich chinesische Bauunternehmen am Bau der Autobahn beteiligen könnten.

    Lewitin lud chinesische Spezialisten ein, Murmansk zu besuchen und die Perspektiven des Baus eines neuen Container-Umschlagplatzes vor Ort zu untersuchen. Bei der Umsetzung dieses Projektes könnten jährlich bis zu vier Millionen Container aus den USA über russisches Territorium per Eisenbahn nach China befördert werden.

    Ma Kai äußerte ferner Besorgnis darüber, dass Russland den Plan für die Lieferung von Erdöl nach China nicht in vollem Umfang erfülle. Laut einer bilateralen Vereinbarung sollte Russland im Jahr 2005 zehn Millionen Tonnen Erdöl in die VR China liefern. Dabei sind im ersten Halbjahr jedoch nur 3,7 Millionen Tonnen geliefert worden.

    In diesem Zusammenhang äußerte der Chef des Staatskomitees die Vermutung, dass die russischen Eisenbahnen unzureichende Kapazitäten zum Umfüllen von Erdöl in Tankwagen hätten. Der russische Minister stimmte dieser Meinung nicht zu und führte den Lieferausfall darauf zurück, dass die Ölgesellschaften nicht die erforderlichen Ölmengen für den Transport liefern.

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