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    Jukos gegen Jugansk: Kleiner Sieg des in Ungnade gefallenen Unternehmens

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    MOSKAU, 25. Juli (RIA Nowosti). Das Schiedsgericht von Moskau hat dem Antrag der Ölgesellschaft Yukos auf die Erhöhung der Summe der Entschädigung für die durch den Verkauf der Aktien von Juganskneftegas entstandenen Verluste von 324,298 Milliarden auf 398,792 Milliarden Rubel stattgegeben.

    Das Gericht hat in seiner heutigen Sitzung erklärt, dass die Sache nicht zu ihrer Erörterung in materia bereit sei, und verschob die Verhandlung bis zum 30. August.

    Außerdem wurde Yukos vom Gericht verpflichtet, einen Teil der Dokumente, die die Berechnung der Summe der Klageforderung begründen, aus dem Englischen ins Russische zu übersetzen.

    Als Verklagte treten der Russische Fonds für föderales Vermögen, eine Reihe russischer Unternehmen sowie das Finanzministerium Russlands als Verfügungsberechtigter über Staatshaushaltsmittel Russlands auf.

    Als dritte Personen sind der Föderale Antimonopoldienst Russlands, "Juganskneftegas" und die für Moskau zuständigen Behörden des Justizministeriums und des Föderalen Gerichtsvollzugsdienstes zum Prozess herangezogen.

    Aus der Klage der Anwälte von Yukos geht hervor, dass die Auktion "mit zahlreichen Verstößen gegen die russischen Gesetze und gegen das Völkerrecht, einschließlich der Konvention über den Schutz der Menschenrechte und -freiheiten, durchgeführt wurde".

    Außerdem sind die Anwälte von Yukos der Meinung, dass der Russische Fonds für föderales Vermögen den Startpreis für das Aktienpaket unrechtmäßig zu niedrig angesetzt hatte. Nach Ansicht der Anwälte habe der Russische Fonds für föderales Vermögen auch die Ordnung zur Ausschreibung und Durchführung der Auktion verletzt.

    Der Beschluss über die Versteigerung des Aktienpaketes von "Jugansk" zur Tilgung der Verschuldung von Yukos wurde am 18. November 2004 vom Gerichtsvollzugsdienst gefasst.

    Die Gesamtverschuldung der Ölgesellschaft gegenüber dem Staatshaushalt hatte sich auf mehr als 20 Milliarden US-Dollar belaufen. Der Russische Fonds für föderales Vermögen verkaufte am 19. Dezember 2004 Aktien für 9,35 Milliarden US-Dollar. Als Käufer trat die Gesellschaft mit beschränkter Haftung "Baikalfinansgrup" auf, die später von "Rosneft" gekauft wurde.

    Nach Angaben des Justizministeriums Russlands lag die Steuerverschuldung von Yukos gegenüber dem Staatshaushalt nach dem Stand vom 29. Juni 2005 bei mehr als zwei Milliarden US-Dollar.

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