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    Regionen bitten um Sonderwirtschaftszonen

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    MOSKAU, 25. Juli (RIA Nowosti). Das Wirtschafts- und Handelsministerium in Moskau hat bereits über 20 Anträge auf die Etablierung von Sonderwirtschaftszonen aus Regionen bekommen, erklärte Marina Owsjannikowa, Beraterin des russischen Wirtschafts- und Handelsministers, am Montag.

    "Wir erhielten bereits 23 oder 24 Anträge, welche die Schaffung von technischen Innovationszonen und Industrie- und Produktionszonen betreffen, aus Regionen", äußerte sie.

    Anträge wurden unter anderem von Moskau und Sankt Petersburg sowie dem Gebiet Moskau, Tomsk, Nowosibirsk, Pensa und Nischni Nowgorod eingereicht.

    Ein offizieller Wettbewerb um Sonderwirtschaftszonen könne erst ausgeschrieben werden, nachdem das einschlägige Gesetz in Kraft getreten und alle notwendigen Rechtsformalitäten erledigt seien, sagte Owsjannikowa. Laut der geltenden Regelung könne der Wettbewerb 45 Tage dauern.

    Präsident Wladimir Putin hatte am 23. Juli das Gesetz über die Sonderwirtschaftszonen signiert.

    Bei einer Sonderwirtschaftszone handelt es sich um ein Gebiet, das in Russland speziell etabliert wird, in dem besonders günstige Bedingungen für Unternehmen gelten. Die Sonderwirtschaftszonen werden etabliert, um Verarbeitungsindustrie, High-Tech-Bereiche, innovative Produktion und die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur zu unterstützen. Die Zonen können sich auf dem Territorium einer Kommune etablieren, dürfen jedoch nicht das Territorium einer ganzen Region umfassen.

    Die Firmen, die in der jeweiligen Sonderwirtschaftszone ansässig sind, genießen Zoll- und Steuervergünstigungen. So wird die Einheitliche Sozialsteuer für die in einer technischen Innovationszone ansässigen Unternehmen von 26 auf 14 Prozent gekürzt. In den ersten fünf Jahren werden diese Unternehmen von Vermögenssteuer und von Grundsteuer befreit.

    Importwaren, die in eine Sonderwirtschaftszone eingeführt werden, unterliegen keinem Zoll und keinen Steuern.

    Das neue Gesetz gilt nicht für die Gebiete Kaliningrad und Magadan, weil in diesen Regionen bereits eigene Sonderwirtschaftszonen bestehen.

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