21:16 18 Januar 2017
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    Kontrollbehörden Russlands und Norwegens prüfen parallel den Bereich der Förderung von Erdöl und Gas

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    MOSKAU, 27. Juli (RIA Nowosti). Die höchsten Instanzen der Finanzaufsicht Russlands und Norwegens beabsichtigen eine parallele Prüfung in den Branchen der Erdöl- und Gasförderung.

    Wie das Departement für auswärtige Beziehungen des Rechnungshofes Russlands bekanntgab, wurde während des Besuchs des Chefs der russischen Kontrollbehörde, Sergej Stepaschin, in Norwegen eine diesbezüglich vorläufige Vereinbarung erzielt.

    "Russland und Norwegen nehmen in der Rangliste der Produzenten von Energieträgern in der Welt führende Positionen ein. Darum ist die gegenseitig vorteilhafte Partnerschaft ihrer Förderunternehmen dazu berufen, sich zu einem Schlüsselelement der bilateralen zwischenstaatlichen Wirtschaftskooperation zu entwickeln. Diese Evolution wollen die Rechnungshöfe beider Länder fördern", erklärte Stepaschin bei einer Zusammenkunft mit den Spitzen der norwegischen Öl- und Gasindustrie.

    Da die Realisierung eventueller Projekte zur Erschließung von Erdöl- und Erdgasressourcen durch Unternehmen Russlands und Norwegens aus Haushaltsmitteln mit finanziert werden wird, wurde die vorläufige Vereinbarung getroffen, parallel Prüfungen in den entsprechenden Branchen durchzuführen, um günstigere Bedingungen für weitere Fortschritte in diesem Bereich zu schaffen, äußerte Stepaschin.

    Der Leiter des russischen Rechnungshofes traf unter anderem mit seinem norwegischen Kollegen, dem Chefwirtschaftsprüfer des Rechnungshofes Norwegens, Bjarne Mork-Eidem, zusammen. Bei diesem Treffen vereinbarten sie den Abschluss eines Vertrages über Zusammenarbeit. Das ist das erste Dokument dieser Art, das der norwegische Rechnungshof mit dem Kontrollorgan eines anderen Landes und der Leitung des Erdölfonds Norwegens unterzeichnet. Dieser Fonds stellt eine Analogie zum russischen Stabilisierungsfonds dar, welcher ebenfalls aus Erdöldollars gespeist wird.

    Im Verlauf des Besuchs, der am 29. Juli zu Ende geht, führt Stepaschin mit der Leitung des norwegischen Direktorats für Fischfang Gespräche und besichtigt das Nationale Institut für Meeresforschung, hieß es beim russischen Rechnungshof.