14:14 24 Januar 2017
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    “Kommersant“: Russische Fluggesellschaft erschließt Lufttransportmarkt Europas

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    MOSKAU, 29. Juli (RIA Nowosti). Eine namhafte ausländische Fluggesellschaft wird erstmals einen russischen Eigentümer haben. Der Vorstand der Staatlichen Privatisierungsbehörde Ungarns teilte am Donnerstag mit, die Gesellschaft Airbridge Rt, eine mit den Privataktionären der russischen Fluggesellschaft Krasair befreundete Firma, habe den höchsten Preis für das staatliche Aktienpaket von 99,95 Prozent der ungarischen Fluggesellschaft Malev angeboten.

    Wie Krasair-Generaldirektor Boris Abramowitsch mitteilte, würden die endgültigen Malev-Verkaufsbedingungen bereits nächste Woche abgestimmt, das Geschäft solle bis zum 15. August geschlossen werden.

    Malev verfügt über 28 Maschinen (15 davon neue Boeing 737 Next Generation). Im vergangenen Jahr beförderte die Fluggesellschaft zwei Millionen Passagiere. Die Schulden des Unternehmens betragen 178,8 Millionen Dollar. Der Hauptvorteil der Fluggesellschaft sei nach Ansicht von Experten das Netz ihrer Routen, das ganz Europa umfasst.

    Krasair ist in Bezug auf den Transportumfang die viertgrößte Gesellschaft Russlands: 2004 beförderte sie 1,9 Millionen Fluggäste. Die Kontrollmehrheit gehört dem Staat, die restlichen Aktien natürlichen und juristischen Personen, u. a. den Brüdern Boris und Alexander Abramowitsch, die die Gesellschaft leiten. Mit Unterstützung von Beamten bildeten sie im vergangenen Jahr eine Allianz unter dem Namen AiRUnion, zu der neben Krasair weitere vier Unternehmen gehören.

    Andrej Martirossow, Generaldirektor der Fluggesellschaft Utair, bewertete den Erwerb von Krasair als „interessant und kühn“. Auf diese Weise würde Krasair zusätzlich zu seinem Knoten in Krasnojarsk den East-Hub (osteuropäischer Transport- und Logistikknoten) mit einem gut ausgebildeten Personal und einer technischen Basis für die Betreuung westlicher Maschinen bekommen.

    „Es wäre logischer gewesen, alle Finanz- und Managementressourcen in Russland zu konzentrieren, insbesondere angesichts der Tatsache, dass der einheimische Lufttransportmarkt offensichtlich in eine Periode der Stagnation, wenn nicht eines Verfalls, hineingeht“, meinten Vertreter einer anderen großen Fluggesellschaft zur Initiative der Krasair-Aktienbesitzer.

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