01:00 23 November 2017
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    "Wremja Nowostej": Volkswagen forciert sein Russland-Projekt

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    MOSKAU, 2. August (RIA Nowosti). Mitte 2007 soll Volkswagen seine Produktion im Moskauer Umland aufnehmen. Der Konzern will alle Investitionsabkommen zum Projekt bis Mitte Dezember abschließen, wenn Konsultationen der WTO-Mitgliedsländer über Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisation stattfinden werden, schreibt die Tageszeitung "Wremja Nowostej" am Dienstag.

    Letzte Woche behandelte der VW-Vorstand Szenarien seines "Top-Projekts Russland", das die Herstellung von Produktionskapazitäten in einem Land mit niedrigen Löhnen vorsieht. Als eine vorrangige Variante für die Baustelle betrachtete die VW-Leitung das Moskauer Umland, wo bald mit dem Bau eines Fließbands für den Montage der Autos aus Zulieferteilen begonnen werden soll.

    Der russische VW-Förderer soll in zwei Jahren ins Rollen kommen und in Zukunft eine Jahresleistung bis zu 200 000 Autos haben.

    Der Konzern musste sein russisches Projekt infolge einer Aussetzung des Baus eines Betriebs in Indien intensivieren. Inspirierend waren auch die Erfolge der asiatischen Konkurrenten Hyundai (Südkorea) und Toyota (Japan).

    In der russischen VW-Vertretung konnte diese Information am Vortag weder bestätigt noch widerlegt werden. Dort hieß es, dass diese Gerüchte seit 1995 im Umlauf seien.

    Nach Ansicht von Alexander Agibalow, geschäftsführender Direktor der Finanzgesellschaft AG Capital Management, wäre es für VW zweckmäßig, mit einem preisgünstigen Modell auf den russischen Markt zu kommen, das sich einer Massennachfrage erfreuen würde. Allerdings hat VW keine Autos dieser Art in seiner Produktionspalette bis auf VW Pointer (Durchschnittspreis 11 000 Dollar), deren Absatz in Russland im vergangenen Jahr aufgenommen wurde. Die Dynamik des Pointer-Absatzes ist recht gut, wobei der Preis für dieses Modell nach Ansicht des Experten nicht den Eigenschaften des Wagens und speziell nicht dem bescheidenen Motorvolumen entspricht. Bei einer Montage in Russland könnte aber der VW-Stückpreis um 15 Prozent sinken.

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