16:10 24 Februar 2017
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    Schaffung besonderer Wirtschaftszonen in Russland soll Brain Drain bremsen

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    MOSKAU, 02. August (RIA Nowosti). Besondere Wirtschaftszonen werden nicht nur Kapital nach Russland mobilisieren, sondern auch den Brain Drain ins Ausland bremsen. Das betonte der Chef der vor kurzem gebildeten Föderalen Agentur für die Verwaltung der besonderen Wirtschaftszonen, Juri Schdanow, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in der RIA Nowosti.

    „Die Hauptaufgabe der föderalen Agentur ist es, nach Wachstumspunkten der neuen Wirtschaft sowie nach Investoren zur Mobilisierung von seriösem Kapital in die Russische Föderation und zum Bremsen des Brain Drain aus Russland zu suchen. Darauf wird die Tätigkeit unserer Agentur gerichtet sein“, sagte Schdanow.

    Der Chef der Agentur bemerkte zugleich, er stelle sich nicht die Aufgabe, „die Wirtschaft des Landes zu ersetzen und eine Agentur für den globalen Bau einer gewaltigen Zahl besonderer Wirtschaftszonen zu schaffen“. „In nächster Zeit wird es ihrer etwa zehn geben“, fügte Schdanow hinzu. Die Projekte für die besonderen Wirtschaftszonen würden bei Ausschreibungen ausgewählt, bemerkte der Chef der Agentur.

    Laut Schdanow beinhalten das Gesetz über die besonderen Wirtschaftszonen und die in Vorbereitung befindlichen Durchführungsbestimmungen Mechanismen, die das Entziehen von Kapital der Besteuerung, wie das mit den Offshore-Gebieten der Fall war, verhindern sollen. „Das ist für uns das Problem Nummer Eins“, betonte Schdanow.

    Das Gesetz über die besonderen Wirtschaftszonen wurde in Russland im Juli 2005 verabschiedet. Laut dem Gesetz werden besondere Wirtschaftszonen zur Entwicklung der verarbeitenden Wirtschaftszweige, der hochtechnologischen Branchen und der Produktion neuer Erzeugnisarten sowie zur Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur eingerichtet. Geplant ist, besondere Wirtschaftszonen von zwei Typen zu schaffen - Industrie- und Produktionszonen (mindestens je 20 Quadratkilometer Fläche) und technische Überleitungszonen (höchstens je zwei Quadratkilometer Fläche).

    Auf den Territorien der besonderen Wirtschaftszonen werden laut Gesetz die Gewinnung von Bodenschätzen, die Hüttenproduktion, darunter auch die Verarbeitung von Bodenschätzen und von Eisen- und NE-Metallschrott, sowie die Produktion und die Verarbeitung akzisepflichtiger Waren, mit Ausnahme von Pkw und Krafträdern, verboten sein.

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