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    Erster russischer Betrieb für die Produktion von Blutpräparaten entsteht in Kirow

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    NISCHNI NOWGOROD‚ 02. August (RIA Nowosti). In Russland wird erstmals ein Werk für die Produktion von Blutpräparaten gebaut, verlautete beim Pressedienst der Regierung des Gebietes Kirow im Nordosten des Europäischen Teils Russlands.

    Der Betrieb wird es unter anderem möglich machen, so wichtige Blutpräparate wie Albumin, Immunglobuline für intravenöse Injektionen sowie Fibrinklebstoff herzustellen, die nach der Qualität und nach der Virussicherheit den internationalen Normen gerecht werden.

    Gebietsgouverneur Nikolai Schaklein traf sich am Dienstag mit einem Vertreter des deutschen Unternehmens, das die Ausschreibung des Bauprojektes gewonnen hatte, um Fragen der Umsetzung dieses Projektes zu erörtern.

    Der Wert des Vertrages beläuft sich auf 150 Millionen Euro.

    Das Dokument über den Bau des Betriebes wurde am 23. April 2004 von der Regierung der Russischen Föderation bestätigt.

    Geplant ist, die Bauarbeiten Ende 2005/Anfang 2006 zu beginnen. „Es wurden ein Bauplatz zur Verfügung gestellt sowie die Entwurfs- und Kostenunterlagen vorbereitet“, hieß es beim Pressezentrum der Gebietsregierung.

    Nach Angaben des Pressezentrums wird die erste Baufolge für die Produktion von 300 Tonnen Blutplasma und die zweite für die Produktion von 600 Tonnen Blutplasma ausgelegt sein. Der Betrieb soll 2009 seiner Bestimmung übergeben werden.

    Laut dem Pressezentrum reicht die Kapazität des Betriebes nicht aus, um den Gesamtbedarf Russlands (von 1 200 Tonnen) zu decken. „Gegenwärtig werden aber noch alle derartigen Medikamente im Ausland gekauft“, hieß es.

    „Die Bedeutung des Werkes besteht darin, dass Blutpräparate erstmals industriell hergestellt werden. Solche Betriebe gibt es weder in der GUS noch in Osteropa, die nächstgelegenen befinden sich in Österreich. Die Wahl von Kirow war durch seine vorteilhafte geographische Lage bedingt, die den Transport der Rohstoffe und die anschließende Lieferung von Fertigerzeugnissen in die russischen Regionen wirtschaftlich macht“, wurde betont.

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