12:10 28 April 2017
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    Sieben Jahre Freiheitsstrafe für illegalen Krabbenfang auf Kamtschatka

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    PETRORAPWLOSK-KAMTSCHATSKIJ, 4. August (RIA Nowosti). Der russische Unternehmer Alexej Koslow, angeklagt in der aufsehenerregenden Krabben-Affäre auf Kamtschatka, wurde zu sieben Jahren Haft verurteilt.

    Er war wegen Anstiftung zum illegalen Krabbenfang in der Wirtschaftszone Russlands und des widerrechtlichen Verkaufs des Fangs in den USA und in Japan angeklagt worden. Koslow, der sich während des Gerichtsverfahrens auf freiem Fuß befand, wurde im Gerichtssaal verhaftet.

    Die Anklage hatte den Vorwurf erhoben, dass Schiffe der beiden Fischfangunternehmen Marimpex und Tschukotryba, bei denen Koslows jeweils Aktienmehrheit hat, im Zeitraum Juni 1998 bis Februar 2000 widerrechtlich mehr als 2000 Tonnen verschiedener Krabbenarten gefangen haben. Koslow hatte den Kapitänen telefonisch von zu Haus aus und aus seinem Büro im US-Staat Washington dazu die entsprechenden Anweisungen gegeben.

    Der gesamte Krabbenfang wurde in den USA und in Japan umgesetzt. Durch den Schmuggel erwuchs Russland ein Schaden von mehr als 30 Millionen US-Dollar.

    Die Staatsanwaltschaft klagte auf Wiedergutmachung des Schadens in voller Höhe. Das Gericht sah die Klagen als begründet an und ordnet ein gesondertes Zivilverfahren an.

    Koslow kann binnen 10 Tagen gegen das Urteil Berufung einlegen.

    Der Rechtsanwalt des Unternehmers ließ RIA Nowosti wissen, dass über die Einreichung der Berufung entschieden wird, sobald der Text des Urteils vorliegt und die Positionen mit seinem Mandanten abgestimmt sind.

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