23:38 23 April 2017
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    Russlands Regierung mit Tempo des Wirtschaftswachstums unzufrieden

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    MOSKAU, 4. August (RIA Nowosti) Russlands Regierung ist mit dem Tempo des Wirtschaftswachstums im 1. Halbjahr 2005 nicht zufrieden.

    Das teilte ein Sprecher des Ministerkabinetts im Vorfeld einer Regierungssitzung, die ein Fazit der sozialökonomischen Entwicklung in der ersten Jahreshälfte ziehen wird, der RIA Nowosti mit.

    Nach seinen Angaben belief sich das BIP-Wachstum in diesem Zeitraum auf 5,6 Prozent gegenüber 7,7 Prozent im 1. Halbjahr 2004.

    Er verwies darauf, dass das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel mehrmals den Auftrag erhalten hatte, einen Komplex von Maßnahmen zur Intensivierung von Faktoren vorzubereiten, die zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums beitragen würden. Das Ministerium habe aber immer wiederum eine Verschiebung des Termins für die Erfüllung dieses Auftrags gebeten.

    Nach seinen Worten wird im Ministerium für Wirtschaftsentwicklung und Handel die Meinung vertreten, auf diese Frage sollte man nach der Bestätigung des Entwurfs des Föderationshaushalts 2006 in der Regierungssitzung am 18. August zurückkommen. "Unseres Erachtens muss das aber noch vor der Behandlung des Haushalts getan werden", so der Sprecher.

    In diesem Zusammenhang ist zu erwarten, dass in der Regierungssitzung am heutigen Donnerstag "der Wirtschaftsblock des Kabinetts erneut auf die Notwendigkeit hingewiesen wird, Maßnahmen zur Beschleunigung des Wirtschaftswachstums zu konzipieren". Außerdem soll ein weiterer Auftrag zur Zügelung der Inflation erteilt werden.

    Unter den Faktoren, die das Wirtschaftswachstum verlangsamen, nannte er die weiterhin bestehende Disproportion zwischen den extraktiven und den bearbeitenden Wirtschaftsbranchen sowie den überaus hohen Preis der Kredite und die unzureichende Entwicklung des Effektenmarktes.

    Neben der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums ist die Regierung über die Verringerung der Investitionsaktivität besorgt, hieß es. Die Investitionen ins Grundkapital stiegen im 1. Halbjahr 2005 um 9,4 Prozent gegenüber 12,6 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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