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    Höheres Wachstumstempo in Russlands Wirtschaft im 2. Quartal beruhte auf inneren Quellen

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    MOSKAU, 4. August (RIA Nowosti). Die Erhöhung ihres Entwicklungstempos im zweiten Quartal 2005 verdanke Russlands Wirtschaft hauptsächlich den inneren, von den Weltölpreisen unabhängigen Quellen, doch sei dieses Wachstum nicht stabil, erklärte German Gref, Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel der Russischen Föderation, am Donnerstag auf einer Regierungssitzung.

    "Die bisherigen Wachstumsquellen, in erster Linie die Vergrößerung des Ölexports, haben sich faktisch erschöpft. Das haben wir auch früher gesagt, aber in diesem Jahr sehen wir uns diesem Problem in der Praxis gegenüber", stellte der Minister fest.

    Im Ergebnis habe sich das Wachstumstempo im laufenden Jahr gegenüber 2004 verlangsamt, sagte er weiter. So habe das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes im ersten Halbjahr 2005 5,6 Prozent betragen, was um zwei Prozent unter der Kennziffer im gleichen Zeitraum des Vorjahres (7,7 Prozent) liege. Der Industrieproduktionsindex sei noch mehr zurückgegangen, setzte Gref fort: von 7,3 Prozent im ersten Halbjahr 2004 auf 4 Prozent im ersten Halbjahr des laufenden Jahres.

    Zugleich betonte Gref, dass "die inneren Entwicklungsquellen es ermöglicht haben, im zweiten Quartal (dieses Jahres) das Wachstumstempo der Wirtschaft zu erhöhen". Das erlaube es, die Wachstumsprognose für das Bruttoinlandsprodukt für das ganze Jahr 2005 bis auf 5,9 Prozent zu erhöhen.

    "Aber das Wachstum im zweiten Quartal trage instabilen Charakter. Mit Ausnahme vielleicht des Sektors Nachrichtenwesen haben sich noch keine beständigen und stabilen Wachstumsquellen herausgebildet", gab der Minister zu.

    Neben der Verminderung des Ölexportes seien, sagte er, auch die Kennziffern der Produktion von Maschinentechnik, in erster Linie der Erzeugnisse von militärischer Bestimmung, nach unten gegangen.

    "Falls es in den nächsten Jahren nicht zu einem qualitativen Wandel im Maschinenbau kommt, werden wir nicht imstande sein, auf die Festigung des Rubels und die Verdrängung der einheimischen Produktion von unserem Markt Einfluss zu nehmen", sagte der Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel abschließend.

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