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    German Gref: Bis Jahresende ist die Besteuerung im Ölsektor zu verändern

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    MOSKAU, 04. August (RIA Nowosti). Bis Jahresende müsse die Besteuerung im Ölsektor verändert werden, erklärte German Gref, Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel der Russischen Föderation, am Donnerstag in einer Regierungssitzung.

    Die Veränderung betreffe sowohl die Steuer auf die Gewinnung von Bodenschätzen als auch den Exportzoll, sagte er.

    Ein großer Teil der Einkünfte aus den hohen Ölpreisen werde jetzt im Stabilisierungsfonds akkumuliert, setzte der Minister fort, während bei den Ölgesellschaften lediglich 14 Prozent der Einnahmen aus dem Preiszuwachs beim Erdöl verbleiben würden.

    „Das wirkt sich auf die Investitionsfähigkeit und die laufende Finanzlage der Ölunternehmen aus“, sagte der Minister. Die Folge sei ein Rückgang von Ölförderung und -export gewesen.

    Die Ölförderung sei in der ersten Hälfte dieses Jahres um nur 2,7 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres gestiegen, der Zuwachs beim Ölexport betrage lediglich 0,5 Prozent.

    Zugleich sei, wie der Minister hervorhob, erstmalig seit 1999, ein beträchtliches Wachstum der Erdölverarbeitung auf dem Inlandsmarkt festzustellen, und zwar um 34 Prozent gegenüber 12 Prozent in den Jahren 2003 - 2004. Es erweitere sich nicht nur der Export von Erdölprodukten, sondern auch das Angebot solcher Produkte auf dem Inlandsmarkt.

    Für das Jahresende prognostiziert Minister Gref eine Ölförderung im Umfang von 470 bis 474 Millionen Tonnen.