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    "Kommersant": Sicherheitsstrukturen stimmten Verkauf der Telekomholding Svyazinvest zu

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    MOSKAU, 5. August (RIA Nowosti). Der Entwurf des Präsidentenerlasses, laut dem die Telekommunikationsholding Svyazinvest aus der Liste der strategischen Objekte herausgenommen werden soll, ist mit dem Innenministerium abgestimmt und wird der Regierung bereits in der nächsten Woche zur Behandlung vorgelegt. Das teilte der Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel, German Gref, am Donnerstag mit, berichtet "Kommersant".

    Mit der Unterzeichnung dieses Erlasses wird das wichtigste Hindernis auf dem Wege zur Privatisierung von Svyazinvest beseitigt: die Einschränkung für den Verkauf von mehr als 25 Prozent der Aktien der Holding. "Dies ist eine wichtige Etappe auf dem Wege zur Privatisierung des Unternehmens, was allerdings nicht bedeutet, dass die Privatisierung gerade in diesem Jahr stattfinden wird", hieß es im Ministerium.

    Die getroffenen Vereinbarungen sollen noch mit den Minderheitsaktionären von Svyazinvest abgestimmt werden. Experten meinen allerdings, dass die Bedingungen, die die bewaffneten bzw. die Sicherheitsstrukturen für die Svyazinvest-Privatisierung stellen könnten, nicht allzu umfangreich sind.

    "Die sogenannten Spezialkunden, nämlich die Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums, der Staatssicherheitsbehörde FSB, des Innenministeriums, des Ministeriums für Zivilschutz, des Föderalen Schutzdienstes und des Justizministeriums müssen nach der Privatisierung Garantien dafür bekommen, dass sie Telekommunikationsleistungen erhalten werden, selbst wenn die Bezahlung dieser Leistungen nicht termingemäß geschieht", stellte Alexej Jakowizki von der Vereinigten Finanzgruppe fest. "Bei einer Privatisierung von Svyazinvest könnte der neue Besitzer der Holding diese Strukturen wegen Verschuldung abschalten, was sie eben nicht zulassen wollen", zitiert das Blatt den Experten.

    Nach dem Stand vom 1. Juli 2005 standen die bewaffneten Strukturen laut Svyasinvest-Angaben mit mehr als 600 Millionen Rubel (ein US-Dollar entspricht 28,49 Rubel) bei den Telekommunikationsanbietern in der Kreide.

    Alexander Kasbegi, Analytiker der Investmentgesellschaft Renaissance Capital, nimmt an, dass es keinen offenen Kampf um die Privatisierungsbeteiligung geben wird. "Das heißt, dass es von Anfang an eher ‚erfolgreiche' Käufer geben wird", hieß es.

    Die erzielte Einigung mit dem Innenministerium würde der Regierung nach Ansicht von Experten die Möglichkeit bieten, die Bedingungen für die Privatisierung von Svyazinvest bereits im Herbst bekannt zu geben, schreibt das Blatt.

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