04:41 22 September 2017
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    "Nesawissimaja Gaseta": Gasprom wählt Partner für Abbau des Schtokman-Vorkommens

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    MOSKAU, 9. August (RIA Nowosti). Der Konzern Gasprom hat eine Liste von ausländischen Unternehmen veröffentlicht, die sich am Abbau des gigantischen Gaskondensatvorkommens Schtokman und am Bau einer Flüssiggasfabrik beteiligen möchten.

    Wie die "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag berichtet, haben neun Unternehmen ihre Vorschläge für den Abbau des Vorkommens vorgelegt: die USA-Gesellschaften Chevron, ConocoPhillips und Exxon Mobil, die norwegischen Hydro und Statoil, die japanischen Mitsui und Sumitomo Corporation, der britisch-holländische Konzern Shell und die französische Firma Total.

    Nach Ansicht von Experten haben die norwegischen Unternehmen, die über umfangreiche Erfahrungen und Technologien auf dem Gebiet der Gasförderung unter komplizierten Bedingungen verfügen, die besseren Chancen, Partner des russischen Gasmonopolisten zu werden. Nach Ansicht des geschäftsführenden Partners der Gesellschaft 4D Consult, Grigori Wygon, könnte ein prinzipieller Unterschied zwischen ihnen nur darin bestehen, dass Norsk Hydro eine private Gesellschaft und Statoil ein Staatsunternehmen ist.

    Angesichts der bestehenden territorialen Ansprüche Norwegens an Russland wäre es für Gasprom nach Ansicht Wygons vorteilhaft, mit beiden Unternehmen zu kooperieren. Ein Vorteil der Zusammenarbeit mit ihnen besteht für Gasprom unter anderem in der Möglichkeit, sich an der Erschließung von Gasvorkommen des Nordmeeres zu beteiligen.

    Nach Meinung des Experten ist das Schtokman-Vorkommen recht kompliziert und überaus kostspielig. Außerdem sieht das Projekt den Bau einer Flüssiggasfabrik vor. Deshalb werden die Frage der finanziellen Stichhaltigkeit und die Möglichkeiten des Partners für den Flüssiggasabsatz in den USA eine Rolle spielen.

    Bei Gasprom ist davon die Rede, dass der Name des Partners im Rahmen des Schtokman-Projekts schon in diesem Herbst bekannt sein wird, schreibt die Zeitung.

    Die erkundeten Vorräte der auf dem Schelf der Barentssee gelegenen Lagerstätte werden auf 3,2 Billionen Kubikmeter Gas und 31 Millionen Tonnen Kondensat geschätzt. Bei der Partnerwahl für die Realisierung des Projekts geht Gasprom von der Überlegung aus, dass dieser helfen solle, den nordamerikanischen Flüssiggas-Markt zu erschließen. Erwogen werden auch Möglichkeiten für den Absatz von Flüssiggas in Europa. Der Gesamtwert des Projekts könnte rund zehn Milliarden Dollar betragen.