12:12 28 April 2017
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    Russland und die Ukraine vereinbaren Rohrhandel

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    MOSKAU, 09. August (RIA Nowosti). Eine neue Runde der Rohrverhandlungen zwischen Russland und der Ukraine wird am 18.-19. August in Kiew stattfinden, teilte heute Maxim Medwedkow, Direktor des Departements Handelsverhandlungen des Wirtschaftsministeriums der Russischen Föderation, Journalisten mit.

    Wie er sagte, sei in diesen Tagen ein Kiew-Besuch des Wirtschaftsministers German Gref geplant.

    „Der Rohrhandel wird unter anderen Handelsfragen bei einem Treffen Grefs mit seinem ukrainischen Amtskollegen besprochen“, sagte Medwedkow.

    Am nächsten Mittwoch wird im Wirtschaftsministerium ein Treffen mit Vertretern der russischen Rohrindustrie stattfinden. „Wir hoffen, ein konsolidiertes Herangehen an die bevorstehenden Rohrverhandlungen zu erarbeiten“, sagte Medwedkow.

    Es geht um den Abschluss eines mittelfristigen Abkommens zwischen Russland und der Ukraine, in dem die gegenseitigen Rohrlieferungen auf die Märkte beider Länder geregelt werden.

    Früher wurde mitgeteilt, dass das Wirtschaftsministerium eine Antidumpinguntersuchung bezüglich des Imports von Rohren kleineren und mittleren Durchmessers und eine Sonderschutzuntersuchung bezüglich der Rohre großen Durchmessers vornimmt. Eine Entscheidung über beide Untersuchungen muss bis zum November getroffen werden. Im Ergebnis können Schutzgebühren eingeführt oder Quoten für die Rohrlieferungen festgelegt werden.

    Das russisch-ukrainische Rohrabkommen sollte noch Ende 2004 unterzeichnet werden. Aber der Verhandlungsprozess zog sich in die Länge. Bisher gibt es noch keinen abgestimmten Entwurf für das Abkommen.

    Außerdem stehe es Russland und der Ukraine, so Medwedkow, bevor, die Vervollkommnung des Handelsregimes im Vorfeld des WTO-Beitritts beider Länder zu behandeln.

    „Wir treten der WTO zu unterschiedlichen Bedingungen bei. Im Ergebnis können bei uns Disproportionen im gegenseitigen Handel entstehen“, erläuterte er.

    Ihm zufolge müsse man für solche Fälle einen Mechanismus für den Marktschutz schaffen, der keine langen Schutzuntersuchungen vorsieht, wie sie heute vorgenommen werden. Solche Erfahrungen gibt es in den WTO-Ländern, und heute werden diese Erfahrungen im Wirtschaftsministerium ausgewertet, sagte Medwedkow.

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