Radio
    Wirtschaft

    EILMELDUNG - Vertreter des Präsidenten schlägt Milliarder Wekselberg Gouverneursamt im Fernen Osten vor

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 0 0 0

    WLADIWOSTOK, 11. August (RIA Nowosti). Der bevollmächtigte Vertreter des Präsidenten im Föderationsbezirk Fernost, Konstantin Pulikowski, hat dem russischen Milliardär Viktor Wekselberg vorgeschlagen, Gouverneur auf der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka zu werden.

    Wekselberg, dessen Vermögen auf einige Milliarden Dollar geschätzt wird, ist Besitzer des Aluminiumgiganten SUAL und Großaktionär des russisch-britischen Joint Venture TNK-BP.

    Bei einem Gespräch fragte Pulikowski Wekselberg am Donnerstag, ob er das Amt des Gouverneurs in einem Föderationssubjekt übernehmen würde. "Warum nicht?", antwortete der Milliardär.

    Für den 23. Oktober dieses Jahres ist ein Referendum über die Vereinigung des Gebiets Kamtschatka und des Autonomen Bezirkes der Korjaken zu einem Föderationssubjekt angesetzt.

    Zu den Ursachen des Angebots sagte Pulikowski, Wekselberg investiere aktiv in die Erschließung von Golderz- und sonstigen Vorkommen auf Kamtschatka und in Korjakien.

    Seine Aufgabe als bevollmächtigter Vertreter des Präsidenten bestehe seinen Worten nach darin, dem Staatschef einige würdige Kandidaturen für das Amt des Gouverneurs vorzuschlagen, sagte Pulikowski.

    Der Vorsitzende des Rates der Volksdeputierten von Kamtschatka, Nikolai Tokmanzew, wandte sich gegen die mögliche Ernennung Wekselbergs. "Sollten derartige Vorschläge auch weiter unterbreitet werden, werde ich alles dafür tun, das Referendum zum Scheitern zu bringen. Wir werden uns nicht mit Korjakien vereinigen, nur damit Wekselberg hier Gouverneur wird", sagte Tokmanzew in einem in der Moskauer Tageszeitung "Iswestija" veröffentlichten Interview.