13:55 17 August 2017
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    Russische Regierung wird im September neuen Modus zur Berechnung der Fördersteuer prüfen

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    MOSKAU, 11. August (RIA Nowosti). Vorschläge nach einer Änderung des Modus für die Berechnung der Fördersteuer in Russland sollen dem Kabinett im September zur Prüfung vorgelegt werden. Das sagte der Direktor des Departements Brennstoff- und Energiekomplex im Industrie- und Energieministerium Russlands, Anatoli Janowski, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Die Vorschläge waren von zuständigen Arbeitsgruppen des Ministeriums für Wirtschaftsentwicklung und Handel, des Finanz- und des Energieministeriums unter Teilnahme von Vertretern interessierter Ölunternehmen ausgearbeitet worden.

    "Diese Vorschläge sollen makroökonomische Voraussetzungen für die Verminderung der Abhängigkeit der Preise für Ölprodukte auf dem Binnenmarkt von den Weltmarktpreisen schaffen." Fortgesetzt werde nach Janowskis Worten auch die Arbeit zur Diversifizierung der Fördersteuer. "Dabei sollen montan-geologische, ökonomische und technologische Bedingungen von Lagerstätten wie auch Bedingungen für die Lieferung von Öl auf den Binnen- und den Außenmarkt mitberücksichtigt werden."

    Der Experte teilte mit, dass derzeit diverse Maßnahmen zur Stabilisierung der Preise für Ölprodukte auf dem Binnenmarkt ergriffen werden. "So wurde ein föderales Gesetz unterzeichnet, nach dem Akzisen 2006 auf dem Niveau von 2005 stabilisiert werden sollen. Eine ressortunabhängige Kommission für Schutzmaßnahmen (im Außenhandel) legte einen neuen Modus für die Bestimmung der Ausfuhrzölle für Ölprodukte fest."

    Zur gegenwärtigen Situation um die Fördersteuer sagte Janowski, dass russische Ölkonzerne diese Steuer zahlen. Die Steuer werde mit einem Anteil von etwa 50 Prozent den Produktionsselbstkosten angerechnet. "Das bedeutet, dass die Ölpreise auf dem Binnenmarkt anziehen, falls sie auf dem Außenmarkt höher werden. Eine Tonne kostet auf dem Binnenmarkt 8000 Rubel. Das ist mit dem Weltmarktpreis abzüglich der Transportkosten vergleichbar", sagte der Experte.

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