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    Aserbaidschan verzichtet noch nicht auf die Baku-Noworossisk-Pipeline

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    MOSKAU‚ 12. August (RIA Nowosti). Aserbaidschan hat nicht die Absicht, auf den Transport von Erdöl über die Rohrleitung Baku-Noworossisk zu verzichten. Das erklärte der Präsident der staatlichen Ölgesellschaft Aserbaidschans, Natik Alijew, am Freitag auf einer Pressekonferenz in Baku, wie das Internet-Portal „Day.az“ berichtet.

    „Wir brauchen diese Pipeline, solange die Erdölleitung Baku-Tiflis-Ceyhan nicht in Betrieb genommen ist. Auch nach ihrer Inbetriebnahme wird noch ein Jahr Zeit für das Einrichten des Systems zum Transport von Erdöl in die Türkei benötigt“, sagte Alijew.

    „Bei Baku-Noworossisk handelt es sich um eine alternative Reserveleitung zum Export aserbaidschanischer Rohstoffe, und es besteht keine Notwendigkeit, auf sie zu verzichten“, meinte Alijew.

    Der Chef der Gesellschaft musste zugeben, dass Aserbaidschan beim Öltransport über die nördliche russische Rohrleitung Verluste erleidet, weil sich das Erdöl mit Produkten einer niederen Qualität vermische.

    „Wir können die nach Noworossisk zu transportierende Ölmenge verringern, beabsichtigen jedoch nicht, auf die russische Transportleitung vollständig zu verzichten“, betonte Alijew.

    Im Zusammenhang mit der erzwungenen Verringerung der Öltransportmenge wegen einer verstärkten Inanspruchnahme der Rohrleitung Baku-Noworossisk durch die Aserbaidschanische Operationsgesellschaft in diesem Jahr habe die staatliche Ölgesellschaft nach Berechnungen ihrer Experten in den zurückliegenden vier Monaten 45 Millionen US-Dollar verloren, sagte Alijew.

    Die 1767 Kilometer lange Rohrleitung Baku-Tiflis-Ceyhan, die nach dem Ende 2003 gestorbenen Präsidenten Aserbaidschans, Gejdar Alijew, benannt und als ein „Projekt des Jahrhunderts“ gepriesen wurde, hat ein Durchlassvermögen von 50 Millionen Tonnen pro Jahr und wird auf 3,6 Milliarden US-Dollar geschätzt. Gemäß Plan wird das erste Tankschiff mit aserbaidschanischem Erdöl frühestens im Dezember 2005 vom Umschlagplatz der türkischen Stadt Ceyhan im östlichen Mittelmeerraum abfahren.

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