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    “Bisnes“: Im russischen Schiffbau begannen Integrationsprozesse

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    MOSKAU, 15. August (RIA Nowosti). Der Verkauf von 88,2 Prozent der Aktien des Unternehmens „Baltijski Sawod“ von der Gruppe „East“ an die Vereinigte Industriekorporation (verwaltet die Industrieaktiva der Meschprombank) bedeutet die künftige Fusion von „Baltijski Sawod“ mit dem Unternehmen „Sewernaja Werf“, womit die größte Schiffbaugesellschaft Russlands gebildet wird, berichtet die Tageszeitung „Bisnes“ am Montag.

    Igor Zyplakow, Vizepräsident der Gruppe, wollte den Wert des Geschäfts unter Berufung auf das Geschäftsgeheimnis nicht nennen, deutete allerdings an, dass es sich um einen „Betrag mit sieben Nullen“ handelt. Laut einer Schätzung von Ruslan Puchow, Direktor des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, belief sich der Wert des Geschäfts auf rund 100 Millionen Dollar. Andere Experten meinten allerdings, diese Schätzung sei zu niedrig angesetzt, weil sie auf der formellen Kapitalisation beruhe.

    Wie ein Sprecher der Gruppe „East“ meinte, habe das Geschäft politischen Charakter: „Man muss einen Rüstungsauftrag (zwei Zerstörer) an Chinesen abliefern. Allein würde ‚Sewernaja Werf’ Schwierigkeiten damit haben, gemeinsam mit dem ‚Baltijski Sawod’ wird aber der Auftrag erfüllt.“

    Der Pressedienst der Föderalen Industrieagentur bezeichnete das Geschäft als eine „wichtige Etappe bei der Bildung einer einheitlichen integrierten Struktur auf dem Gebiet des Kriegsschiffbaus“.

    Die Entstehung des Schiffbaugiganten wird auch von Militäranalytikern begrüßt, schreibt das Blatt. „Beide Unternehmen ergänzen einander“, stellte Konstantin Makijenko, Vizedirektor des Zentrums für Strategien- und Technologienanalyse, fest. „’Baltijski Sawod’ hat Maschinenbaukapazitäten und ist für die Herstellung größerer Schiffe optimal gestaltet. ‚Sewernaja Werf’ ist dagegen für die Herstellung mittlerer und kleiner Schiffe mit einer Wasserverdrängung unter 9000 Tonnen gedacht.“ Der Gesamtumsatz des neuen Unternehmens könnte bis zu 500 Millionen Dollar betragen, was eine hervorragende Kennzahl wäre. „Die Rivalität zwischen ‚Baltijski Sawod’ und ‚Sewernaja Werf’ geht endlich zu Ende“, fügte der Analytiker hinzu. ‚Neben Sewmasch wird dies eine der größten Schiffbaugesellschaften des Landes sein.“

    Der Absatz des Unternehmens ‚Baltijski Sawod’ belief sich im vergangenen Jahr auf 7,594 Milliarden Rubel. Die Firma hat Aufträge bis zum Jahr 2008 in einem Gesamtwert von 700 Millionen Dollar.

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