04:27 25 September 2017
SNA Radio
    Wirtschaft

    Vorsitzender des "Geschäftlichen Russland": China wird demnächst zu einem der wichtigsten Investoren für Russland

    Wirtschaft
    Zum Kurzlink
    0 201
    MOSKAU, 29. August (RIA Nowosti). China wird demnächst zu einem der wichtigsten Investoren für Russland, meinte der Vorsitzende der gesamtrussischen gesellschaftlichen Organisation "Geschäftliches Russland", Boris Titow, am Montag beim 3. Russisch-Chinesischen Finanz- und Bankforum in Moskau.

    "Es geht nicht nur um gemeinsame Projekte, sondern auch um innere russische Projekte", sagte der Unternehmer.

    Boris Titow ist Kovorsitzender des Russisch-Chinesischen Geschäftsrates. Dieses Gremium hat bereits eine Bank für Investitionsprojekte gegründet, die 138 Projekte umfasst, von denen sich 77 laut Titow schon "im Anfangsstadium" befinden. Nach Einschätzung des Unternehmers belaufen sich die Investitionen für diese Vorhaben auf insgesamt acht Milliarden US-Dollar.

    Titow teilte ferner mit, dass am 24. September in China die nächste Sitzung des russisch-chinesischen Geschäftsrates stattfindet, in der mögliche Sphären für die Nutzung chinesischer Investitionen erörtert werden. Eine bilaterale Zusammenarbeit sei nicht nur im Bauwesen, sondern auch im Maschinenbau und in der Landwirtschaft möglich, bemerkte der Chef des "Geschäftlichen Russland".

    Titow rief die russischen Unternehmer auf, möglichst aktiv Projekte vorzuschlagen, zu deren Umsetzung chinesisches Kapital herangezogen werden könnte.

    Laut Titow wird jetzt im Rahmen des Russisch-Chinesischen Geschäftsrates eine Schiedskommission zur Bereinigung von Streitfragen zwischen wirtschaftlichen Subjekten gebildet. "Wir verstehen es noch nicht ganz, die Gerichtssysteme beider Länder in Anspruch zu nehmen, deshalb haben wir beschlossen, eine spezielle gesellschaftliche Kommission für die Beilegung aufkommender Konflikte zwischen den Seiten bei der Erfüllung der Vertragsverpflichtungen zu bilden", erläuterte Titow.

    Er bemerkte ferner, dass die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern hinter den politischen Beziehungen zurückbleiben und daher "nachgeholt" werden müssen.