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    Atomeisbrecher "Arktika" legte millionste Meile seit seiner Inbetriebnahme zurück

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    MURMANSK, 29.August. (RIA Nowosti). In den letzten Augusttagen legte der Atomeisbrecher "Arktika" als erster in der Geschichte der Atomschiffe die millionste Meile seit seiner Inbetriebnahme zurück. Bislang war es keinem einzigen Atomeisbrecher gelungen, diese Marke zu erreichen, teilte die Murmansker Seerederei gegenüber der RIA Nowosti mit.

    Der erste Atomeisbrecher der Welt, die "Lenin", schaffte 654 400 Meilen. Die Strecke von einer Million Meilen übersteigt die Entfernung von der Erde bis zum Mond nahezu auf das Fünffache.

    Der Atomeisbrecher "Arktika" wurde 1975 im Leningrader Baltischen Werk gebaut und vom Stapel gelassen.

    Laut Schätzungen von Experten der Murmansker Seereederei hat der Betrieb des Atomeisbrechers "Arktika" die wirtschaftliche Zweckmäßigkeit der Anwendung von Kernkraftanlagen in Schiffen unter Beweis gestellt. Ihre hohe Zuverlässigkeit und das unbeschränkte Einsatzgebiet während der Navigation haben eine Verkürzung der Liegezeit und eine Verbesserung der ökonomischen Kennziffern ihres Betriebes gesichert.

    Im Ergebnis sind die Kosten des Gütertransports auf dem Nördlichen Seeweg zurückgegangen.

    Der "Arktika" gehört eine Reihe von Weltrekorden. Am 17. August 1977 brach sich der Atomeisbrecher als erster zum Nordpol durch.

    Ende 1983 gestalteten sich im Ostteil des Nördlichen Seeweges extreme Eisverhältnisse, was einmal im Jahrhundert vorkommt. Im Ergebnis blieben mehrere Transportschiffe im Eis stecken. Es gelang gerade der "Arktika", sich zu den in Seenot geratenen Schiffen durchzubrechen und sie aus dem Eis des Ajon-Massivs zu befreien.

    Von Mai 1999 bis Mai 2000 war die "Arktika" als erstes Schiff in der Welt genau ein Jahr gefahren, ohne einen Hafen angelaufen zu haben. Dadurch wurde die hohe Zuverlässigkeit des Eisbrechers im 25. Jahr seines Einsatzes demonstriert (normative Betriebsdauer des Eisbrechers).

    2003 bewältigte die "Arktika" zum ersten Mal die Aufgabe zur Verlängerung der technisch bedingten Lebensdauer eines Eisbrechers. Die Erfüllung dieses Programms ermöglichte, die technisch bedingte Lebensdauer der Reaktoranlage des Eisbrechers auf 175 000 Stunden zu verlängern (die anfängliche technisch bedingte Lebensdauer lag bei 100 000 Stunden). Somit ist es möglich geworden, den Eisbrecher noch im Laufe von fünf bis sieben Jahren vom Zeitpunkt der Verlängerung der technisch bedingten Lebensdauer an auf dem Nördlichen Seeweg einzusetzen.

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