16:03 22 Februar 2018
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    Bisnes": Nord-Gaspipeline kann zu einem Streit zwischen russischen und ukrainischen Produzenten führen

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    MOSKAU, 22. November (RIA Nowosti). Die Nordeuropäische Gaspipeline, die bis 2010 fertig gestellt werden soll, hat bereits jetzt einen ungesunden Rummel ausgelöst, schreibt die Wirtschaftszeitung "Bisnes" am Dienstag. Russische Rohrproduzenten äußern ihre Besorgnis im Zusammenhang mit dem Projekt.

    Wie Natalja Koteschkowa, Analytikerin der Investmentgesellschaft Finam, feststellte, sind das Hüttenwerk Wyksun (gehört zur Vereinigten Hüttengesellschaft), die Röhrenfabrik Ischora (gehört zu Sewerstal-Grupp), das Rohrwerk Wolschski (gehört zur größten Branchenholding Trubnaja metallurgitscheskaja kompanija) und Unternehmen der Evrasholding reale Kandidaten für die Teilnahme an der Ausschreibung.

    Da die Pipeline größtenteils auf dem Meeresgrund der Ostsee verlegt wird, die sich durch rauhe klimatische Bedingungen auszeichnet, werden "höchstwahrscheinlich deutsche Rohre auf diesem Abschnitt verwendet", so Dmitri Baranow, Chef der analytischen Abteilung von PRADO Bankir i Konsultant. "Umso mehr als es bereits Erfahrungen dieser Art gibt: das Gas-Röhren-Geschäft der 70er Jahre."

    Der Experte nimmt an, dass auf den übrigen Abschnitten der Pipeline russische Rohre verwendet werden könnten, die allerdings den deutschen Standards strikt entsprechen müssten.

    Schmerzhaft reagierten russische Hersteller von Großrohren auf die Nachricht, dass zwischen Gasprom und dem ukrainischen Rohrproduzenten Charzys eine Vereinbarung über die Lieferung von 400 000 Großrohren für das Projekt der Nordeuropäischen Pipeline bis 2006 besteht.

    Der Fonds für die Entwicklung der Röhrenindustrie fordert von Russlands Regierung, die unfaire Konkurrenz auf dem russischen Markt zu beseitigen und unverzüglich Antidumpingzölle für die ukrainischen Klein- und Mittelrohre einzuführen sowie eine Importquote für die Großrohre zu beschließen. Widrigenfalls drohen die Röhrenfabriken mit Kurzarbeit.

    Wie es im Pressedienst des ukrainischen Röhrenherstellers hieß, werde der Betrieb "zu gleichen Bedingungen" an der Ausschreibung teilnehmen. Zugleich teilten Vertreter des Betriebs mit, sie hätten nicht vor, dem Fonds zuliebe Selbsteinschränkungen bezüglich der Rohrlieferungen an die Russische Föderation zu beschließen.

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