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    Kernkraftwerke sollen 50 Prozent der Energie im europäischen Teil Russlands produzieren

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    MOSKAU, 22. November (RIA Nowosti). Der Anteil der Kernkraftwerke an der Energiegewinnung im europäischen Teil Russlands soll auf 40 bis 50 Prozent statt der heutigen 30 erhöht werden. Das teilte der Sprecher der Föderalen Agentur für Atomenergie (Rosatom) Alexander Schmygin am Dienstag Journalisten mit.

    "Es gibt keine Alternative zur Entwicklung der Atomenergie", sagte der Sprecher.

    2008 soll laut Schmygin der zweite Energieblock des KKWs in Wolgodonsk (Südrussland) in Betrieb genommen werden. Bis 2010 sollen ihm der vierte Energieblock des Kalinin-KKWs nahe Twer (Zentralrussland) und der fünfte Energieblock des KKWs in Balakowo (Zentralrussland) folgen.

    Der Sprecher sagte, dass gegenwärtig an einem neuen Reaktortyp gearbeitet wird. Bis Mitte 2006 soll das Projekt des Reaktors WWER-1500, einer Modifizierung des zurzeit verbreiteten Reaktors WWER-1000, fertig sein.

    Ein WWER-1500-Reaktor soll laut Schmygin im Sankt Leningradskaja-KKW in den Jahren 2012 bis 2013 erstmals eingeführt werden.

    Dabei seien einige Länder an WWER-1000-Reaktoren interessiert, sagte Schmygin.

    Zum Beispiel sollen jetzt die Bauarbeiten am Kernkraftwerk in der bulgarischen Ortschaft Belene, die 1984 von der Sowjetunion begonnen und 1991 eingefroren wurden, wieder aufgenommen werden. Die Entscheidung wurde im Dezember 2002 gefällt, und im Mai 2005 wurde eine Ausschreibung für die Fortsetzung der Arbeiten erklärt. Gegenwärtig werden die Unterlagen für die Ausschreibung vorbereitet.

    Am 15. Dezember soll Russland der bulgarischen Seite die technischen und wirtschaftlichen Vorschläge dazu unterbreiten, so der Sprecher der russischen Atombehörde.

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